Sabine L. hofft auf Menschlichkeit
"Möchte mit dem Unfall abschließen können"

- Die Fahrerflucht nach ihrem Mountainbike-Unfall am 7. August in der Eisenaueralm macht Sabine L. noch immer zu schaffen.
- Foto: Smarterpix/logoff (Symbolfoto)
- hochgeladen von Philipp Gratzer
Drei Wochen nach ihrem schweren Mountainbike-Unfall findet Sabine L. noch immer keine Ruhe. Am 7. August endete ihre Tour in der Eisenaueralm bei St. Gilgen im Krankenhaus – ein noch immer unbekannter Mountainbiker hatte sie überholt, touchiert und zu Fall gebracht. Danach ist er einfach weitergefahren. Die Suche nach dem Täter verlief bislang ergebnislos
SALZKAMMERGUT. Doch von Anfang an: Am 7. August fuhr Sabine L. gegen 13 Uhr als Mitglied einer Gruppe die Forstraße Eisenaueralm im Gemeindegebiet von St. Gilgen talwärts in Richtung Mondsee Straße B154. Während der Talfahrt wurde sie von einem bislang unbekannten Radfahrer überholt. Im Zuge dieses Überholmanövers touchierte er das Fahrrad der 55-jährigen Dame, woraufhin beide zu Sturz kamen. Der Unbekannte stieg daraufhin wieder auf sein Fahrrad und flüchtete talwärts Richtung Mondsee Straße bzw. Scharfling. Die Radfahrerin aus dem Bezirk Gmunden erlitt durch den Sturz Verletzungen unbestimmten Grades und wurde vom Notarzt des Rettungshubschraubers C6 erstversorgt. Im Anschluss wurde sie in das Uniklinikum Salzburg geflogen und musste sich einer Notoperation unterziehen.
Polizei startete Zeugenaufruf
Eine sofort eingeleitete Fahndung nach dem unbekannten Radfahrer brachte bis heute keinen Erfolg. Es handelte sich um einen 30- bis 40-jährigen Mann, mit einem weißen Shirt und einer schwarzen Hose bekleidet, welche durch den Sturz beschädigt worden sein dürfte. Der Mann trug einen weißen Radhelm und wurde bei dem Unfall ebenso verletzt. Zeugen oder Personen, die nähere Angaben zu dem Fahrerflüchtigen geben können, werden ersucht, sich bei der Polizeiinspektion St. Gilgen unter der Nr. +43 59133 5127 zu melden.
"Lässt mir keine Ruhe"
Das Unverständnis darüber, dass der Unfallverursacher einfach weitergefahren ist, obwohl er die Verletzte auf dem Boden liegen sah, ist bei Sabine L. und ihrer Familie nach wie vor groß. "Der Mann meinte sogar noch 'Mir hat's eh auch die Hose zerissen', ehe er weitergefahren ist – als würde das alles gut machen oder sein Verhalten rechtfertigen", denkt das Unfallopfer an den 7. August zurück. Das Ergebnis: Schwere Verletzungen und eine anstehende Reha – "ich werde noch mindestens zwei Monate ausfallen". Was ebenso geblieben ist, ist aber auch die Wut über die mangelnde Courage. "Daher hoffe ich, dass ein erneuter Aufruf doch noch etwas bringt und sich der Herr ein Herz fasst und zu seinen Taten steht", so Sabine L., die sich dafür extra an MeinBezirk Salzkammergut gewendet hat. Um doch noch mit dem Vorfall abschließen zu können, wie sie hofft.
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