03.11.2016, 07:00 Uhr

Schärdinger Kurhaus gibt Tipps gegen Erkältungen

Gerade bei einer drohenden Erkältung sollte keine Zeit verloren werden, um ihr Kontra zu bieten. Was hilft ist ein Fußbad. (Foto: drubig-photo - Fotolia)
SCHÄRDING (ebd). Erst kratzt es im Hals, dann ist die Nase verstopft, der Kopf brummt, und der ganze Körper fühlt sich an wie Blei. Die erste Erkältung der Saison ist da. Einfache Hausmittel helfen Symptome zu lindern und Abwehrkräfte zu stärken.

Flüssigkeit ersetzen, das Schwitzen ankurbeln

Eines ist vielen Hausmitteln gemein: Sie ersetzen die ausgeschwitzte Flüssigkeit und befeuchten zusätzlich die Schleimhäute, sodass sie sich gegen Eindringlinge schützen können. Und mit ihrer Wärme kurbeln sie die Durchblutung an. Das gilt auch für Tees - vor allem Lindenblüten- oder Holunderblütentee, heiß getrunken, mit Honiggesüßt. Am besten trinkt man ihn vor dem zu Bett gehen und deckt sich gut zu, um die Schwitzkur richtig in Fahrt zu bringen.

Ansteigendes Fußbad

Besonders geeignet ist das ansteigende Fußbad mit Thymian nach Pfarrer Kneipp rät Sandra Pöttler-Huemer, Kurärztin im Kurhaus der Barmherzigen Brüder in Schärding. Gerade bei einer drohenden Erkältung sollte keine Zeit verloren werden, um ihr Kontra zu bieten. Das Fußbad sollte nur einmal am Tag Anwendung finden und von einer anfänglichen Temperatur von 36°C innerhalb von höchstens 12 Minuten bis zur maximalen Verträglichkeit erwärmt werden. Als Basis eignet sich ein hohes Gefäß, am besten ein großer Plastikeimer. Hier werden die Füße hineingestellt. Alle ein bis zwei Minuten wird ein wenig heißes Wasser hinzugegeben, so dass die Temperatur langsam und nicht sprunghaft ansteigt. Es fördert die Durchblutung und hilft Besonders bei Beschwerden rund um den Hals-Nasen-Rachen-Raum. Vorsicht bzw. nicht geeignet bei Krampfadern, Venenentzündung, Herzbeschwerden und schweren arteriellen Durchblutungsstörungen.

Mit Nahrungsmitteln gegen Infekte

Hühnersuppe gegen Erkältung, das kennt man hierzulande als altes Hausmittel. Sie wirkt kräftigend, entzündungshemmend und abschwellend. Wenn es draußen kälter wird und man das Gefühl hat, durchgekühlt oder fröstelig zu sein, hält die chinesische Medizin einige Tricks vor. Milchprodukte sind dann gar nicht angezeigt. Sie kühlen und verschleimen. Auch Rohkost geht im Winter gar nicht. Kleine Helferlein sind dabei Gewürze wie Curry, Kardamon oder Ingwer. Aus ein paar Ingwerscheiben und heißem Wasser lässt sich schnell und günstig ein Tee aufgießen. "Der wärmt und hebt die Durchblutung an", erklärt Dr. Pöttler-Huemer. Die Abwehr läuft dadurch auf Hochtouren. "Denn pro Grad Körpertemperatur erhöht sich die Geschwindigkeit in der das Immunsystem arbeitet um das Vierfache."
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