AMS Spittal: Beschäftigung hat 2018 zugenommen

Die Jobangebote wurden 2018 mehr, die Beschäftigung hat zugenommen, so AMS Spittal Chef Johann Oberlerchner
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BEZIRK SPITTAL (ven). Die WOCHE sprach mit AMS-Bezirksleiter Johann Oberlerchner. Der stellt 2018 in Sachen Jobs ein gutes Zeugnis aus.

Mehr offene Stellen

"Ein Rückgang der Arbeitslosigkeit und Zunahme der Beschäftigung in der Region war deutlich erkennbar", sagt er. Monatlich habe man rund 20 bis 30 Prozent mehr offene Stellen verzeichnet als im Vorjahr. "Das zeichnet eine positive Stimmung in der Wirtschaft ab."

Kika Wehrmutstropfen

Besonders zwei Bereiche liefen hier gut: Die Bauwirtschaft und der Tourismus. "Mittlerweile wird auch in den technischen Bereichen wie Metall und Baunebengewerbe zunehmend Personal gesucht", sagt er.
Wehrmutstropfen war leider die Schließung des Kika-Standortes in Spittal. "Wir stimmen nun ab, wo es Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen braucht. Schwierig ist natürlich die Integration von Älteren. In Summe wollen wir 40 bis 50 Menschen wieder vermitteln."

Mehr Sanktionen

Eine Herausforderung von 2018 war für ihn die Sistierung der Förderungen, wo es zwei Monate lang eine Aussetzung gab. "Das war nicht einfach für unsere Förderstrategie. Aufgrund der positiven Entwicklung des Arbeitsmarktes mussten wir aber auch verstärkt zu Sanktionen greifen, damit die Menschen tatsächlich einer Beschäftigung nachgehen", erklärt Oberlerchner. Er spricht sogar von einer Verdoppelung. "Im ersten Fall gibt es dann sechs Wochen lang kein Arbeitslosengeld, im Wiederholungsfall acht Wochen lang. Im dritten Fall fällt man gänzlich aus dem System raus. Derjenige muss dann nachweisen, dass er sehr wohl arbeitswillig ist. Es ist unser Job, Menschen und Arbeit zu verbinden."

41 Millionen Euro ausbezahlt

Rund 41 Millionen Euro habe das AMS Spittal im Bezirk im Jahr 2018 an Existenzsicherung ausbezahlt, das Team bewältigt rund 14.000 Zu- und Abgänge im Jahr. "Der Förderbereich beläuft sich auf rund fünf Millionen Euro, die wir im Bereich Weiterqualifizierung ausgeben, dazu gehören auch Lehrgänge für Jugendliche. Dazu kommen 40.000 Kundenkontakte, 28.000 persönliche Vorsprachen." Das Team stehe im ständigen Dialog mit den Kunden, dazu gehören auch die Unternehmen.

Projekte zur Förderung

Das AMS hat 2018 auch wieder einige Projekte gestartet: "Eine Standortbeschäftigungsinitiative gemeinsam mit GPS in Spittal, da versuchen wir, Menschen mit sozialpädagogischer Betreuung zu begleiten, damit sie wieder leichter in den Arbeitsmarkt einsteigen können. Mit dem Almwirtschaftsverein haben wir auch wieder ein Almen-Projekt durchgeführt. Zwei Trupps sind auf 60 Almen unterwegs und erhalten dort die Kulturlandschaft."

Frauen gefördert

In Zusammenarbeit mit der Kindernest GmbH wird im "Triangel" versucht, Frauen wieder Struktur zu geben, von Mitte April bis Ende Oktober war das Team des Gemeinnützigen Beschäftigungsprojektes (GBP) in Millstatt beschäftigt, um einige der vielen historischen Stätten zu sanieren. So wurde z.B. im Barbara-Egger-Park angefangen, diesen wieder zu neuem Leben zu erwecken. 

Feedback

Das AMS stehe auch im Dialog mit Wiedereinsteigerinnen. "Das haben wir extern vergeben. Wir fragen, wie sie mit unseren Dienstleistungen zufrieden sind und was es in der Region noch braucht, was die Politik noch tun könnte", so Oberlerchner.

Stolz ist Oberlerchner auch auf die modulare Ausbildung zur Lehrabschlussprüfung im Tourismus. "Außerdem hat unser Lehrling seine Ausbildung abgeschlossen und wir wurden für unser Frauenförderprogramm ausgezeichnet. Wurden unter allen Geschäftsstellen in Österreich erster", schließt er.

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AMS-Bezirksstellenleiter Johann Oberlerchner

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