Rheuma: Ein Begriff - viele Krankheiten

Viele interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer informierten sich im Rahmen des Mini-Med-Studiums über rheumatische Erkrankungen.
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TELFS (tusa). Im Rahmen der Vortragsreihe Mini-Med-Studium referierte Univ.-Doz. Dr. Johann Gruber, Leiter der Rheumaambulanz Innsbruck, kürzlich im Roten Kreuz Telfs zum Thema Gelenksschmerzen. Nach den einleitenden Worten von MR Dr. Maximilian Zimmermann informierte der Referent viele interessierte ZuhörerInnen über Arthrose und Arthritis, welche zwei Erkrankungen der Gelenke sind.

Rheuma: Kein einheitliches Krankheitsbild

Schmerzen in den Gelenken und Schwellungen sind deutliche Anzeichen für rheumatische Erkrankungen. Allerdings verbirgt sich hinter dem Begriff Rheuma eine Reihe von Krankheiten, denn Rheuma ist ein Sammelbegriff für ca. 300 verschiedene Krankheiten, die in dieses Beschwerdegebiet fallen. Hier unterscheidet man zwischen entzündlichen und nicht entzündlichen Erkrankungen.

Arthrose und chronische Polyarthritis

Unter Arthrose wird eine Abnützungserscheinung der Gelenke (vor allem an Knien, Hüftgelenken, Fingern, Wirbelsäule) verstanden, die durch die Überlastung der Gelenke durch Übergewicht, Fehlstellungen oder knöcherne Deformierung verursacht wird. Im Gegensatz zur chronischen Polyarthritis ist die Arthrose keine entzündliche Reaktion. Während Arthrose hauptsächlich im Alter auftritt, können entzündliche Formen der rheumatischen Erkrankungen aufgrund von genetisch bedingten Faktoren jede Altersgruppe betreffen. Als häufigste entzündliche rheumatische Erkrankung gilt die chronische Polyarthritis. Die Ursache der chronischen Polyarthritis ist unbekannt, jedoch kann dies auf genetische Einflüsse, auf die Zusammenwirkung von Hormonen und auf Umweltfaktoren zurückgeführt werden. Ebenso kann der regelmäßige Tabakkonsum rheumatische Erkrankungen auslösen und ihre Therapie verzögern. Bei der chronischen Polyarthritis handelt es sich um eine Erkrankung, bei der es aufgrund der Bildung von Antikörpern durch das Immunsystem zu Entzündungen in vielen Gelenken bzw. zur Zerstörung von Gelenken kommt. Dabei entsteht zwischen (pro)entzündlichen und (anti)entzündlichen Botenstoffen ein Ungleichgewicht. Diese Balance wird vor allem in einer medikamentösen Therapie (Infusion, Tabletten) wiederhergestellt.

Keine Heilung, aber unterstützende Maßnahmen

Rheumatische Erkrankungen können nicht geheilt werden. Allerdings ist es möglich, mithilfe von unterstützenden Maßnahmen die Schmerzen zu lindern. Während eine Arthrose durch Bewegungstherapie behandelt werden kann, sind bei entzündlichen Erkrankungen medikamentöse Behandlungen möglich.

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