Richtig Heizen mit Holz
Initiative für bewussteres Heizen wird verlängert

LHStvin Ingrid Felipe und Bruno Oberhuber, Geschäftsführer der Energie Tirol, heben die Bedeutung des richtigen Heizens hervor.
  • LHStvin Ingrid Felipe und Bruno Oberhuber, Geschäftsführer der Energie Tirol, heben die Bedeutung des richtigen Heizens hervor.
  • Foto: Energie Tirol
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TIROL. Seit 2012 gibt es das Projekt "Richtig heizen mit Holz" des Landes Tirol. Dieses wird bis 2020 verlängert und noch erweitert.

"Richtig heizen mit Holz" verlängert

Im Jahre 2012 rief das Land Tirol das Projekt Richtig Heizen mit Holz ins Leben. Dieses bewährte Projekt wurde auf Beschluss der Landesregierung bis April 2020 verlängert und noch ergänzt. Ziel des Projekts ist es, die Feinstaubemissionen aus falsch betriebenen Holzfeuerunsanlagen zu verringern. Dies soll mit Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung der TirolerInnen geschehen. Die Fördersumme des Projekts liegt bei 77.000 Euro.

Zunächst umfasste die Initiative "Richtig heizen mit Holz" Kachelöfen und Holzherde. Inzwischen wurde sie aber auch auf Pellets-Zentralheizungen erweitert. Damit soll auf die Bedeutung der Biomasse hingewiesen werden.

Initiative für Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung

Das Projekt "Richtig Heizen mit Holz" setzt auf Beratung und themenspezifische Bewusstseinsbildung der Gemeinden, der breiten Öffentlichkeit und der Tiroler Schulen. Dazu wurden Informationsmaterialien, Heizungsschecks nach dem klimaaktiv-Standard und Schulworksshops angeboten. Auch bei öffentlichen Veranstaltungen wie der SenAktiv wird auf das Projekt hingewiesen.

Mit den 100 Heizungschecks soll im laufenden Betrieb speziell bei Biomassefeuerstätten eine Effizienzsteigerung und gleichzeitig eine Reduktion der Emissionen erreicht werden, ohne die Altanlage gleich erneuern zu müssen.

so Umweltlandesrätin Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe. Falls es notwendig sei, werde auch über den Austausch von Altanlagen informiert.

Luftqualität sinkt durch das falsche Heizen mit Holz

Gerade im Winter verschlechtert sich die Luftqualität und die Belastung der Atemluft mit Schadstoffen steigt. Verantwortlich dafür ist der Hausbrand. Dieser entsteht vor allem durch falsch angeheizte und alte Holzöfen. Gerade in Tirol kommt es durch häufige Inversionswetterlagen zu einem geringen Luftaustausch und die Luft reichert sich vermehrt durch Schadstoffe an. „Besonders die kleineren Feinstaubteilchen sind problematisch. Mögliche Folgen sind Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die zu einer Verminderung der Lebenserwartung führen können“, so Ingrid Felipe.

Studie über das Heizen mit Holz

2018 wurde eine Studie über die Präsenz und Brisanz von Holz zu Heizzwecken in Tirol erstellt. Diese zeigt,

  • 53 Prozent der TirolerInnen heizen zumindest ab und zu mit Holz
  • 68 Prozent stehen Holz als Heizart positiv gegenüber.

Aus diesem Grund ist auch Bruno Oberhofer, Geschäftsführer der Energie Tirol, von der Verlängerung des Projekts überzeugt:

"Aufgrund der Studie wissen wir, dass mehr als zwei Drittel der Tiroler Bevölkerung Biomasse zu Heizungszwecken positiv gegenüberstehen. Allerdings sorgen sich viele auch wegen der Feinstaubbelastung oder fürchten, dass Wälder gerodet werden müssen, um mit Holz zu heizen. Diese Sorgen wollen wir ernst nehmen und dazu aufklären",

so Bruno Oberhofer.

Mehr zum Thema

Weitere Informationen zum Projekt: www.richtigheizen.tirol

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