Neophyten
Jugendliche helfen bei Neophytenbekämpfung im Naturschutzgebiet Gaisau
- Schutzgebietsbetreuerin Laura Kanduth und Naturschutzlandesrat René Zumtobel setzen sich für die Neophytenbekämpfung ein.
- Foto: © Land Tirol/Trenker
- hochgeladen von Lucia Königer
Im Naturschutzgebiet Gaisau in Inzing unterstützten Jugendliche des AufBauWerk kürzlich die Entfernung invasiver Pflanzenarten. Die Maßnahmen sind Teil der Tiroler Neophytenstrategie und sollen die heimische Artenvielfalt schützen.
INZING. Im Naturschutzgebiet Gaisau im Gemeindegebiet von Inzing laufen bereits seit 2024 Maßnahmen zur Bekämpfung invasiver Pflanzenarten. Kürzlich beteiligten sich sechs Jugendliche des AufBauWerk vom Jobtraining Lachhof in Volders an mehreren Aktionstagen an der Entfernung von Drüsigem Springkraut und Kanadischer Goldrute. Unterstützt wurden sie dabei von der Schutzgebietsbetreuung.
- Sechs Jugendliche des AufBauWerk vom Jobtraining Lachhof in Volders unterstützten die Schutzgebietsbetreuung beim Entfernen von Drüsigem Springkraut und Kanadischer Goldrute.
- Foto: © Land Tirol/Trenker
- hochgeladen von Lucia Königer
Wertvoller Lebensraum soll erhalten bleiben
Die Gaisau zählt zu den letzten komplexen Feuchtgebieten im Talboden des Oberinntals. Das Schutzgebiet bietet zahlreichen spezialisierten Tier und Pflanzenarten einen Lebensraum. Mit etwas Glück kann dort auch der Eisvogel beobachtet werden.
Seit einigen Jahren breiten sich jedoch gebietsfremde invasive Pflanzenarten zunehmend aus. Sie verdrängen heimische Pflanzen und gefährden dadurch auch die Lebensräume vieler Tierarten.
Teil der Tiroler Neophytenstrategie
Die Bekämpfung invasiver Pflanzen ist Teil der Tiroler Neophytenstrategie. Ziel ist es, Bestände zu erfassen, eine weitere Verbreitung zu verhindern und bestehende Vorkommen einzudämmen. Dafür finden regelmäßig Aktionen in ganz Tirol statt. Die Entfernung der Pflanzen ist aufwendig, da sie sich rasch ausbreiten und teilweise mitsamt den Wurzeln entfernt oder gemäht werden müssen.
- Naturschutzlandesrat René Zumtobel unterstützte bei der Neophytenbekämpfung im Schutzgebiet Gaisau.
- Foto: © Land Tirol/Trenker
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Die Arbeiten in der Gaisau setzen ein Projekt der Universität Innsbruck fort. Bereits in den Jahren 2024 und 2025 entfernten Studierende dort regelmäßig Neophytenbestände. Das Projekt wurde durch den Biodiversitätsfonds des Bundesministeriums für Land und Forstwirtschaft, Klima und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft sowie NextGenerationEU gefördert.
Langfristiger Einsatz notwendig
Schutzgebietsbetreuerin Laura Kanduth weist darauf hin, dass die Bekämpfung invasiver Arten eine langfristige Aufgabe sei. Sobald sich diese Pflanzen etabliert hätten, lasse sich ihre Ausbreitung nur mehr schwer vollständig stoppen. Deshalb seien auch künftig regelmäßige Schwerpunktaktionen notwendig, um die Artenvielfalt im Schutzgebiet zu erhalten.
Auch Naturschutzlandesrat René Zumtobel ruft dazu auf, einen Beitrag zum Schutz der heimischen Natur zu leisten. Wer im Garten auf heimische Pflanzen setzt und keine Pflanzen, Tiere, Samen oder Erde aus anderen Regionen nach Tirol bringt, könne dazu beitragen, die Ausbreitung weiterer invasiver Arten zu verhindern.
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