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Einsatz der Bergrettung in Osttirol: Der Hubschrauber konnte die beiden Kletterer schließlich mit einem Tau aus der Wand bergen und an Bord bringen. (Archivbild)
Zwei Schwestern im Alter von 15 und 17 Jahren sind am Samstag bei einem Spaziergang zwischen Niederndorf und Erl in eine alpine Notlage geraten. Die Bergrettung brachte die Mädchen und ihre Hunde unverletzt ins Tal. Zwei tschechische Kletterer sind am Gamskopf in den Lienzer Dolomiten in eine alpine Notlage geraten. Ein Notarzthubschrauber barg die beiden Männer schließlich mit einem Tau aus der Wand.
NIEDERNDORF. Die beiden österreichischen Schwestern wollten am Samstag, 19. September, gemeinsam mit ihren Hunden von Niederndorf in Richtung Erl spazieren. Dabei folgten sie zunächst einem Forst- beziehungsweise Waldweg in südwestlicher Richtung. Nachdem der Forstweg endete, gingen die beiden davon aus, dass ein Waldwanderweg in Richtung Alte Erler Straße beziehungsweise zum Zollhaus in Erl weiterführen würde. Sie stiegen daraufhin durch wegloses und rund 42 Grad steiles Waldgelände etwa 100 Meter talwärts ab. Mit zunehmender Steilheit wurde das Gelände immer schwieriger. Aufgrund des felsdurchsetzten und unwegsamen Geländes erkannten die Schwestern schließlich, dass sie nicht mehr selbstständig absteigen konnten. Sie setzten einen Notruf ab.
Die alarmierte Bergrettung Kufstein rückte aus und barg die beiden Mädchen sowie ihre Hunde mit einer Seilsicherung aus dem steilen Gelände. Die beiden Schwestern und ihre Hunde konnten anschließend unverletzt ins Tal gebracht werden.
Die Bergrettung hat bereits zahlreiche Erfahrungen bei der Bergung von Hunden. (Archivbild)
Ein 51-jähriger und ein 48-jähriger Tscheche unternahmen am Samstag, 19. September, eine Klettertour in den Lienzer Dolomiten im Gemeindegebiet von Tristach. Die beiden entschieden sich für die Tour „Pettauer Verschneidung“ auf den Gamskopf. Die Kletterroute ist mit einer Länge von rund 300 Metern, sechs Seillängen und dem Schwierigkeitsgrad 4+ beschrieben. Gegen 11 Uhr erreichten die beiden Männer den Einstieg und begannen mit der Tour. Die gleichwertigen Kletterpartner durchstiegen die Route im sogenannten Überschlag. Beide waren laut Polizei mit vollständiger Kletterausrüstung unterwegs. Aufgrund des teilweise brüchigen Felsens und Schwierigkeiten bei der Routenfindung erreichten die beiden Kletterer erst gegen 20 Uhr den Gipfel.
Keine Stirnlampen dabei
Anschließend wollten die Männer über die vorhandene Abseilpiste ins Tal gelangen. Da sie jedoch keine Stirnlampen mitführten und bereits Dunkelheit eingetreten war, konnten sie die Abseilroute nicht mehr finden. Die beiden verständigten daraufhin einen Bekannten auf der Karlsbaderhütte über ihre Situation. Dieser setzte die Rettungskette in Gang.
Ein Voraustrupp der Bergrettung und der Alpinpolizei stieg von der Karlsbaderhütte zu den beiden Männern auf. Gleichzeitig wurde ein Notarzthubschrauber zur Unterstützung und Bergung angefordert. Der Hubschrauber konnte die beiden Kletterer schließlich mit einem Tau aus der Wand bergen und an Bord bringen. Zu diesem Zeitpunkt war der Voraustrupp bereits bis in das obere Drittel der Wand zu den beiden Männern aufgestiegen. Anschließend wurden die beiden Tschechen unverletzt beim Flugplatz Nikolsdorf abgesetzt. Im Einsatz standen 14 Mitglieder der Bergrettung Lienz sowie die Alpinpolizei Lienz und die Besatzung des Notarzthubschraubers.
Osttirol: Im Einsatz standen 14 Mitglieder der Bergrettung Lienz sowie die Alpinpolizei Lienz und die Besatzung des Notarzthubschraubers. (Archivbild)
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