Europäischer Mediengipfel 2026
Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien in Seefeld zu Gast

Stefan Kröll (Initiator des Europäischen Mediengipfels), Sacher-Chefin Elisabeth Gürtler, Meret Baumann (Präsidentin des Verbands der Auslandspresse in Wien) und Jakob Wolf (Tiroler Landtagspräsident). | Foto: APA-Fotoservice / Leitner
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  • Stefan Kröll (Initiator des Europäischen Mediengipfels), Sacher-Chefin Elisabeth Gürtler, Meret Baumann (Präsidentin des Verbands der Auslandspresse in Wien) und Jakob Wolf (Tiroler Landtagspräsident).
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Von 3. bis 5. Dezember 2026 wird Seefeld erneut zum Treffpunkt internationaler Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien. Der 18. Europäische Mediengipfel steht unter dem Motto „Rules of Power – Wer kontrolliert das 21. Jahrhundert?“. Im Mittelpunkt stehen geopolitische Veränderungen, Künstliche Intelligenz, die Macht großer Technologiekonzerne und die Zukunft unabhängiger Medien. Erstmals können auch heuer wieder interessierte Besucherinnen und Besucher Tickets erwerben.

SEEFELD. Wer bestimmt künftig die Regeln der internationalen Politik und Wirtschaft? Welche Rolle spielt Europa zwischen den großen Machtblöcken? Und wie verändern Künstliche Intelligenz und digitale Plattformen die Gesellschaft? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der 18. Europäische Mediengipfel, der von 3. bis 5. Dezember 2026 in Seefeld stattfindet. Das Programm wurde im Hotel Sacher in Wien vorgestellt. Rund 80 Gäste nahmen an der Präsentation teil. Zu den Anwesenden zählten unter anderem Tirols Landtagspräsident Jakob Wolf sowie Vertreter aus Wirtschaft und Tourismus.

Guttenberg eröffnet den Mediengipfel

Zu den prominentesten Teilnehmern zählt der ehemalige deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. Er wird den Mediengipfel am 3. Dezember gemeinsam mit dem Medienunternehmer Kai Diekmann eröffnen. Im Mittelpunkt ihres Gesprächs stehen die internationale Machtordnung, die Auswirkungen Künstlicher Intelligenz und die zunehmenden Bedrohungen durch Cyberangriffe. Weitere internationale Experten beschäftigen sich mit geopolitischen Entwicklungen und wirtschaftlichen Herausforderungen. Dazu gehören der Russland-Experte Gerhard Mangott, der Politökonom Michael Rochlitz, die Digitaljournalistin Eva Wolfangel und der ehemalige NATO-IT-Verantwortliche Manfred Boudreaux-Dehmer. Über Europas wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit diskutieren unter anderem Nationalbankpräsident Martin Kocher, EcoAustria-Direktorin Monika Köppl-Turyna und Sandoz-Manager Marco Pucci.

Demokratie und Sicherheit im Mittelpunkt

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Zukunft der europäischen Demokratien. Die deutsche Schauspielerin Uschi Glas spricht mit BR-Journalistin Susanne Glass über Extremismus, Menschenrechte und Antisemitismus. Die deutsche Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann wird sich mit europäischer Sicherheits- und Verteidigungspolitik beschäftigen. Der ehemalige Schweizer Armeechef Thomas Süssli diskutiert über die sicherheitspolitischen Herausforderungen Europas. Dabei soll insbesondere die Frage erörtert werden, wie demokratische Staaten ihre Interessen in einer zunehmend von Machtkonflikten geprägten Welt behaupten können.

Wie verändern digitale Plattformen den Journalismus?

Auch die Zukunft der Medien ist ein zentrales Thema des Gipfels. Die zunehmende Bedeutung großer Technologiekonzerne, Veränderungen im Nutzungsverhalten und der Einfluss Künstlicher Intelligenz stellen traditionelle Medienunternehmen vor neue Herausforderungen. BILD-Chefredakteurin Marion Horn wird über die digitale Entwicklung ihres Medienhauses sprechen. Medienwissenschaftler Martin Andree beschäftigt sich mit der Macht digitaler Plattformen und deren Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung. An den Diskussionen beteiligen sich unter anderem dpa-Chefredakteur Sven Gösmann, der designierte ORF-Generaldirektor Clemens Pig, APA-Geschäftsführerin Maria Scholl, VÖZ-Präsident Rainer Nowak und ARTE-Deutschland-Geschäftsführer Wolfgang Bergmann.

Tiroler Forschung und Wirtschaft vertreten

Tirol spielt beim diesjährigen Mediengipfel nicht nur als Gastgeber eine wichtige Rolle. Auch die regionale Wirtschaft und Wissenschaft sind Teil des Programms. Landeshauptmann Anton Mattle diskutiert gemeinsam mit der deutschen Parlamentarischen Staatssekretärin Daniela Ludwig über die Bedeutung wirtschaftlich starker Regionen wie Tirol, Bayern und Südtirol für die Zukunft Europas. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Quantenforschung und der Entwicklung Künstlicher Intelligenz. Der Technologieunternehmer Hermann Hauser spricht gemeinsam mit Magdalena Hauser und Wolfgang Lechner über technologische Innovationen und deren Auswirkungen auf Wirtschaft und Industrie. Magdalena Hauser und Wolfgang Lechner leiten das Quantenunternehmen Parity Quantum Computing. Die Universität Innsbruck beteiligt sich mit einer eigenen Podiumsdiskussion. Das Management Center Innsbruck (MCI) ist wissenschaftlicher Partner des Mediengipfels.

Künstliche Intelligenz in Film und Kultur

Auch die Kulturbranche beschäftigt sich zunehmend mit den Auswirkungen Künstlicher Intelligenz. Bei der abschließenden Kulturmatinee diskutieren die in Tirol lebende Schauspielerin Nina Proll, Drehbuchautor Uli Brée und Regisseur Hakon Hirzenberger darüber, wie neue Technologien die Arbeit in Film, Fernsehen und Theater verändern. Dabei geht es auch um die Frage, welchen Einfluss große Technologiekonzerne künftig auf kreative Berufe haben werden.

Nachwuchsjournalisten sammeln Erfahrungen

Ein fester Bestandteil des Europäischen Mediengipfels ist die Medienakademie. Junge Journalistinnen und Journalisten erhalten die Möglichkeit, unter realen Bedingungen über die Veranstaltung zu berichten und praktische Erfahrungen zu sammeln. Darüber hinaus werden Studierende der Universität Innsbruck und des MCI in verschiedene Programmpunkte eingebunden.

Teilnahme auch für die Öffentlichkeit möglich

Der Europäische Mediengipfel wurde 2007 gegründet und findet heuer zum 18. Mal statt. Organisiert wird die Veranstaltung von ProMedia Kommunikation gemeinsam mit dem Verband der Auslandspresse in Wien. Unterstützt wird der Gipfel unter anderem vom Land Tirol und der Region Seefeld. Wie bereits im Vorjahr können auch interessierte Besucherinnen und Besucher an der Veranstaltung teilnehmen. Die Zahl der verfügbaren Plätze ist allerdings begrenzt. Tickets und weitere Informationen zum Programm gibt es unter www.mediengipfel.at.

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Stefan Kröll (Initiator des Europäischen Mediengipfels), Sacher-Chefin Elisabeth Gürtler, Meret Baumann (Präsidentin des Verbands der Auslandspresse in Wien) und Jakob Wolf (Tiroler Landtagspräsident). | Foto: APA-Fotoservice / Leitner
Rainer Nowak (GF Die Presse & Präsident VÖZ) bei der Programmpräsentation des 18. Europäischen Mediengipfels im Hotel Sacher in Wien. | Foto: APA-Fotoservice / Leitner
Maria Scholl (GF APA) und Barbara Haid (ProMedia). | Foto: APA-Fotoservice / Leitner
Marcus Hofer (GF Standortagentur Tirol), Elias Walser (GF Region Seefeld – Tirols Hochplateau), Sacher-Chefin Elisabeth Gürtler, Meret Baumann (Präsidentin des Verbands der Auslandspresse in Wien), Jakob Wolf (Tiroler Landtagspräsident) und Stefan Kröll (Initiator des Europäischen Mediengipfels). | Foto:  APA-Fotoservice / Leitner
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