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Tullner FH schließt ab Montag, BOKU ab Freitag

Zeigen, wie Lernen und Lehren künftig funktioniert: Brett Yarnton, Lydia Zeitlinger und Dmitrij Turaev.
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  • Zeigen, wie Lernen und Lehren künftig funktioniert: Brett Yarnton, Lydia Zeitlinger und Dmitrij Turaev.
  • Foto: Karin Zeiler / Bezirksblätter NÖ
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Fachhochschule in Tulln schließt für Studenten ab Montag die Türen. Mitarbeiter und Forschung werden weiter vor Ort bleiben. So auch an der Universität für Bodenkultur (BOKU), wo ab Freitag keine Präsenztermine von Lehrveranstaltungen mehr stattfinden.

TULLN. Wo heute noch Betrieb ist, ist ab Montag Schluss: Wie die Bundesregierung verlautbart hat, werden neben der Absage von Großveranstaltungen auch Unis geschlossen werden. Und das trifft auch auf die Fachhochschule in Tulln zu, wie Chefin Birgit Herbinger bestätigt.
Doch nur die Studierenden bleiben aus, die Mitarbeiter und Personen, die in der Forschung arbeiten, werden weiter vor Ort sein. So wie auch Lydia Zeitlinger, Brett Yarnton und Dmitrij Turaev.
Gelernt wird dann per Fernlehre. Wie man sich das vorstellen kann?

"Der Referent sitzt vor dem PC, legt die Folien auf  und erklärt den Studierenden die Nachrichten per Text"

, erklärt Herbinger. Das haben sich die Bezirksblätter jedoch vor Ort angesehen.

Brett Yarnton und Dmitrij Turaev zeigen Bezirksblatt-Redakteurin Karin Zeiler das Online-Lerntool.
  • Brett Yarnton und Dmitrij Turaev zeigen Bezirksblatt-Redakteurin Karin Zeiler das Online-Lerntool.
  • Foto: Karin Zeiler / Bezirksblätter NÖ
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Ein Klick genügt

„Ich versuche, alle Übungen bis Ostern umzusetzen“, sagt Yarnton. Erfahrungen im E-Learning gibt es an der Fachhochschule bereits – aber eben nicht in dem Ausmaß.

„Bisher wurden die Übungen ergänzend zu den Vorlesungen gegeben“,

so Turaev. Das ist aber – bedingt durch die Anweisung der Bundesregierung – Schnee von gestern.
Yarnton zeigt vor, dass sich die Studenten die Aufgaben auch anhören können, ein Klick genügt und schon erklingt die Stimme.
Entwickelt wurde das System in den letzten zwei Jahren – hier in Tulln ist man „auf dem letzten Stand der Technik“, so Turaev. Natürlich sei die Umstellung schwer (für alle Beteiligten), denn bisher konnte man die Aufgaben noch persönlich besprechen.

„Das fällt jetzt weg und die Studenten müssen sich selber schlau machen“,

sagt Yarnton. So heiß wird der Brei aber nicht gegessen, schließlich besteht auch noch die Möglichkeit sich via Skype4Business auszutauschen.

Leere Hörsäle ab Montag: Studenten werden von daheim aus unterrichtet.
  • Leere Hörsäle ab Montag: Studenten werden von daheim aus unterrichtet.
  • Foto: Karin Zeiler / Bezirksblätter NÖ
  • hochgeladen von Karin Zeiler

Und dafür gibt’s an der Hochschule auch einen eigenen Medienraum. Und wer jetzt glaubt, dass die Studenten ihre Aufgaben erledigen können, wann immer sie wollen, der irrt:

„Es gibt fixe Zeiten, wo Lektoren vor Ort sind und die Vorlesungen durchführen“,

sagt Zeitlinger. Schwierig ist die Situation nur deswegen, „weil derzeit noch kein Ende in Sicht ist. Aber irgendwann müssen ja die Leute wieder zusammenkommen“, sagt sie.

Fernlehre als Strategie

Warum es hier an der Fachhochschule überhaupt eine Online-Lehrplattform gibt und sie so gepusht und ausgebaut wurde, ist schnell erklärt.  Das liegt daran, dass man das berufsbegleitende Studium Data Science ins Leben gerufen hat. Und daher ist „die Fernlehre auch eine Strategie“, weiß Turaev.
Zur Info: Der Tag der offenen Tür, der für 20. März geplant war, findet voraussichtlich am 15. Mai statt.

BOKU-Studenten bleiben ab 13. daheim

Freitag, der 13. mag ja für Viele ein Datum sein, an dem man gern zu Hause bleibt: Und das können sie Studenten an der Tullner Universität für Bodenkultur genießen, denn "ab Freitag, 13. März, bis voraussichtlich 3. April finden keine Präsenztermine von Lehrveranstaltungen mehr statt", wird auf der Homepage informiert. Kleingedruckt steht: "Der Prüfungsbetrieb bleibt weiterhin aufrecht". Und das bestätigt auch Pressesprecherin Astrid Kleber gegenüber den Tullner Bezirksblättern: "Auch wenn es heißt, dass Unis geschlossen werden, dann bedeutet das nur, dass keine Vorlesungen stattfinden und Ansammlungen von 80 Personen vermieden werden. Es heißt aber nicht, dass keine Bücher ausgeliegen werden können und wir nicht vor Ort sind", klärt Kleber auf.

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Autor:

Karin Zeiler aus Tulln

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