Brüssel
Startup Village Tullnerfeld mit regionaler Innovationskraft
- Tamara Steffen und Elias von Mörl (beide NÖ Verbindungsbüro Brüssel), Julia Uhlik und Michael Moll (accent Inkubator).
- Foto: accent Inkubator
- hochgeladen von Victoria Edlinger
Accent, der Inkubator des Landes Niederösterreich, zeigt, wie ländliche Regionen durch gezielte Initiativen zu europäischen Vorzeigemodellen werden.
TULLN/TULLNERFELD. Niederösterreich setzt ein starkes Zeichen für Innovation im ländlichen Raum: Das Land Niederösterreich wurde bei einem hochkarätigen Treffen der Europäischen Regionen eingeladen, das Startup Village Tullnerfeld, als Erfolgsbeispiel für erfolgreiche regionale Entwicklungsstrategien, vorzustellen.
Bereits im Frühjahr wurde das niederösterreichische Tullnerfeld als eines von nur vier deutschsprachigen Regionen mit dem Label „European Startup Village“ ausgezeichnet. Nun wurde das regionale Erfolgsmodell von Vertretern des Landes Niederösterreich auf europäischer Bühne präsentiert. Im Zentrum des Forums stand die Frage, wie ländliche Regionen in Europa durch gezielte Zusammenarbeit und neue Ideen zu Innovationsstandorten werden können. Niederösterreich wurde dabei erneut als positives Beispiel hervorgehoben.
Strategie und Kooperation
Tamara Steffen nahm in ihrer Funktion als Vertreterin des Landes Niederösterreich am Plenum des Forums teil und präsentierte die regionalen Strategien und Kooperationen, die maßgeblich zur Entstehung des Startup Village Tullnerfeld beigetragen haben. Im Zentrum stand die Frage, wie Landesregierungen optimale Rahmenbedingungen für Innovation in ländlichen und urbanen Räumen schaffen können.
- Tamara Steffen vom NÖ Verbindungsbüro in Brüssel präsentiert das Startup Village Tullnerfeld.
- Foto: accent Inkubator
- hochgeladen von Victoria Edlinger
Tamara Steffen unterstreicht den besonderen Zugang Niederösterreichs: „Wir wollten bewusst keine urbanen Konzepte kopieren. Stattdessen setzen wir auf unsere regionalen Stärken und entwickeln Lösungen, die auf den Wurzeln unserer Region basieren. Der ländliche Charakter wird zur Quelle für Innovationen und Niederösterreich konnte sich damit nachhaltig als Hotspot für Technologie und Unternehmertum etablieren.“
accent-Geschäftsführer Michael Moll erklärt dazu: „Das Label „European Startup-Village“ ist eine Bestätigung für das Engagement und die Innovationskraft unserer Region. Wir zeigen, dass ländliche Standorte nicht nur vor Herausforderungen stehen, sondern auch enorme Chancen bieten. Unser accent Makerspace ist ein wunderbares Beispiel dafür. Der accent Makerspace bietet aktuell 20 Hightech Startups, hauptsächlich aus dem Agrarbereich, die idealen Voraussetzungen, um Ihre Innovationen und Produkte in unseren Labors und Werkstätten zu entwickeln. Anschließend können Sie Ihre Produkte auf unseren landwirtschaftlichen Flächen austesten. accent vernetzt die Start-ups in weiterer Folge mit globalen Märkten, was das „Start-up Village“ als ländliche Region noch zusätzlich attraktiver und wettbewerbsfähiger macht.“
Das Projekt zeigt, dass ländliche Regionen – mit den richtigen Rahmenbedingungen – zu dynamischen Standorten für Unternehmertum und neue Technologien werden können. Die Diskussionen und Impulse in Brüssel zeigen, wie wichtig solche regionalen Initiativen für die Zukunft Europas sind.
Hintergrundinformation
Niederösterreich – das größte Bundesland Österreichs – steht traditionell für Landwirtschaft und innovatives Unternehmertum. Der Fokus auf Technologie Startups ist ein integraler Bestandteil der gelebten Wirtschaftsstrategie des Landes Niederösterreich. Es zeigt sich, dass damit den Herausforderungen wie Abwanderung und fehlender Innovationsinfrastruktur erfolgreich entgegengewirkt werden kann.
- Voll gefüllter Veranstaltungssaal
- Foto: Accent Inkubator
- hochgeladen von Victoria Edlinger
Diese Strategie kombiniert drei zentrale Elemente:
- Einen starken wirtschaftspolitischen Rahmen, der gezielt Innovation im ländlichen Raum unterstützt.
- Eine umfassende „Science-to-Business“-Initiative, die Hightech-Start-ups aus Universitäten und Forschungseinrichtungen fördert und auf technologische Schwerpunktfelder ausgerichtet ist.
- Standortbezogene Innovationsinitiativen wie das Startup Village Tullnerfeld, sind wichtige Innovationsmotoren.
Das Land Niederösterreich ermöglichte die Nutzung des Geländes durch enge Zusammenarbeit mit der Abteilung für Immobilien- und Facility-Management und achtete darauf, dass der Bodenschutz aktiv in die Entwicklung integriert wurde. Ergänzend dazu gilt der „Gartenstadt“-Ansatz der Gemeinde Tulln als Grundlage für den nachhaltigen, „grünen“ Charakter des accent Makerspace. Dieser kooperative Ansatz zwischen Land, Gemeinde, Inkubator und Start-ups war ein entscheidender Erfolgsfaktor und förderte Innovation, Nachhaltigkeit und Experimentierfreude im ländlichen Raum.
Die Aktivitäten werden durch regionale und europäische Programme wie den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE-IBW) unterstützt. Sie stellen Mittel für Unterstützungsformate, Wissenstransfer, Infrastruktur, Labore, Mentoring und Kooperationen bereit und schaffen so stabile Rahmenbedingungen für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit.
Hightech im Fordergrund
Mit einem klaren Fokus auf Hightech-Start-ups in den Bereichen Cleantech, Agri-Tech und Green Chemistry trägt der accent Makerspace dazu bei, Innovationen aus Niederösterreich in internationale Netzwerke einzubringen. Dieses Modell zeigt, wie Zusammenarbeit, Nachhaltigkeit und gezielte Förderung eine ländliche Region in einen zukunftsfähigen Standort für Start-ups und klimafokussiertes Unternehmertum verwandeln können.
- United for Future in Brüssel.
- Foto: Accent Inkubator
- hochgeladen von Victoria Edlinger
Der accent Inkubator begleitet Startups und Technologieprojekte von der Idee bis zur Marktreife und fungiert als zentrale Anlaufstelle für Gründerinnen und Gründer in Niederösterreich. Mit dem Startup Village Tullnerfeld wurde ein Modell geschaffen, das die Potenziale des ländlichen Raums nutzt, und durch regionale Netzwerke, Forschungseinrichtungen und Förderprogramme Innovation gezielt stärkt. Räumliche Innovation knüpft mit dem Startup Village Tullnerfeld ganz bewusst an die landwirtschaftlich bedeutsame Geschichte der Region an
Das Projekt zeigt, dass ländliche Regionen – mit den richtigen Rahmenbedingungen – zu dynamischen Standorten für Unternehmertum und neue Technologien werden können.
Das könnte dich auch interessieren:
Aktuelle Nachrichten aus Niederösterreich auf
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.