Blick in den Himmel lohnt sich
Beeindruckend: Kraniche fliegen wieder über Villach
- Die Rufe der Kraniche sind oft schon hörbar, bevor man die Vögel überhaupt sieht. Dann lohnt sich ein Blick in den Himmel - auch nachts.
- Foto: Roland Rauter
- hochgeladen von Birgit Gehrke
Es ist ein Naturschauspiel, das es in unserem Raum noch gar nicht so lange gibt: In den vergangenen Jahren hat sich Kärnten zu einer regelmäßig genutzten Zugroute für den Europäischen Kranich (Grus grus) entwickelt.
VILLACH. Dazu der Veldener Ornithologe Andreas Kleewein: "Die meisten Beobachtungen in Kärnten erfolgen zwischen Mitte Oktober und Ende November. Oft hört man die Vögel sogar nachts, wenn ihre charakteristischen trompetenden Rufe vom Himmel herabschallen."
Auf der Durchreise
Die Vögel stammen aus ihren Brutgebieten in Skandinavien, dem Baltikum, Polen und Russland. Sie ziehen anschließend zu ihren Winterquartieren nach Frankreich, Spanien oder teilweise bis nach Nordafrika. Kleewein: "Menschen aus der Bevölkerung denken oftmals, dass es sich um ziehende Graugänse handelt. Man kann die Kraniche jedoch leicht bestimmen: die Keil- oder V-Formation beim Flug, langer ausgestreckter Hals, lange Beine die hinter dem Schwanz sichtbar sind und laute, trompetenartige Rufe, machen den Kranich unverwechselbar." Am besten zu beobachten ist der Kranichzug in Kärnten vom Lavanttal über das Klagenfurter Becken bis hin nach Villach, wo die Kraniche in Richtung Italien weiterfliegen.
- Die typische V-Formation der Kraniche.
- Foto: Roland Rauter
- hochgeladen von Birgit Gehrke
Pause einlegen
Wichtig für Kraniche sind Rastplätze, um Nahrung zu suchen und Kraft zu tanken. Das sind sind meist ebene Flächen mit freier Sicht in alle Richtungen.
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