2.000 Kilometer gegen den Wind

In Frankreich erlebten Gerhard Beingrübl und Günter Wagner die "giftigsten" Anstiege.
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Mehr oder weniger als "Feier" zum Pensionsantritt traten die beiden Weststeirer Gerhard Beingrübl und Günter Wagner vier Wochen lang in die Pedale, um von Geistthal, wo es den kirchlichen Segen gab, bis nach Santiago de Compostela zu radeln. "Von den rund 3.100 Kilometern hatten wir zwei Drittel Gegenwind, teilweise blies der Wind mit 50 km/h", erzählte Beingrübl. "Das beste Abnehmprogramm, das es gibt."

Tunnelsperre

Rund 30.000 Höhenmeter wurden bewältigt. Die tiefste Temperatur in diesen Sommerwochen betrug sechs Grad, die höchste 41. Die knackigsten Anstiege waren die Pack und der Brenner. Eigentlich auch der Arlberg, allerdings war aufgrund der Tunnelsperre die Fahrt auf den Arlberg für Fahrräder gesperrt, weil der Schwerverkehr über den Pass musste. Und so kamen die beiden in Genuss eines "Radtaxis". "Die französischen Alpen waren aufgrund der Steilheit viel anstrengender als die Pyrenäen", erzählte Beingrübl. "Die längste Tageetappe betrug 160 km, die kürzeste 40, das war die letzte vor Santiago. Wir saßen bis zu zehn Stunden im Sattel." Und zum Schluss waren die beiden eine Woche schneller als geplant. Trotz Gegenwinds.

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