Ein Klassenraum als Unfallplatz

Die Schüler aus der ganzen Steiermark leisteten großartige Erste Hilfe.
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  • Die Schüler aus der ganzen Steiermark leisteten großartige Erste Hilfe.
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Die Klassenzimmer der NMS Köflach wurden beim Erste Hilfe-Landesbewerb 2019 zu Unfallschauplätzen, Schminkzimmer und Auswertungsräumen. 41 Gruppen mit über 200 Schülern und 200 ehrenamtlichen Helfern aus der ganzen Steiermark folgten der Einladung des Steirischen Jugenrotkreuzes nach Köflach. 

Großer Benefit

NMS-Direktor Helmut Oberländer fungiert heuer nicht nur als Gastgeber des Landesbewerbs, sondern ist seit über 40 Jahren beim Jungendrotkreuz tätig. Um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren wurde er von JRK-Bezirksleiterin und Direktorin der NMS Edelschrott Michaela Pfennich und JRK-Landesbildungsbeauftragten Wilfried Petritsch tatkräftig unterstützt.
"Es geht um die menschliche Grundhaltung, die wir mit diesem Programm weitergeben wollen. Im Notfall kann man nichts mehr lernen, man muss es vorher trainieren", betont Michaela Pfennich. Helmut Oberländer ergänzt: "Es stellt einen großen Benefit für den Menschen dar. Wenn die soziale Ader entsichert wird, bleibt es der Person für immer erhalten." Bei den Teilnehmer steht die Bereitschaft im richtigen Moment helfen zu können im Vordergrund, nicht das Gewinnen. 

Echte Situationen

Die Schüler ab der 5. Schulstufe besuchten im Vorfeld einen Kurs und stellten sich dem Bewerb, der in zwei Stufen unterteilt wurde. Beim Silberbewerb müssen die Jugendlichen mindestens einen Einführungskurs mit acht Stunden absolviert haben, beim Goldbewerb gilt die gleiche Regel für die Schüler ab der 8. Schulstufe, allerdings standen den Jugendlichen dabei schwerere Stationen bevor. Die Schüler wurden zudem von den Lehrern, die dazu berechtigt sind diese Kurse abzuhalten, perfekt vorbereitet. 
So absolvierten die fünfköpfigen Gruppen jeweils eine Theoriestation und zwei Praxisstationen (Einzelpraxis und Gruppenpraxis). Ob ein Zusammenstoß zweier Schüler in der Klasse, Fahrrad- oder Mopedunfall - die Teilnehmer leisteten vorbildliche Erste Hilfe. Um die Situationen echter wirken zu lassen war ein Schminkteam des Roten Kreuzes vor Ort, das den "Opfern" Schnittwunden und Verletzungen schminkte.
Auch sechs Gruppen aus dem Bezirk Voitsberg stellten sich diesen Herausforderungen, bei der sie mit einem Punktesystem von den ausgebildeten Lehrern bewertet wurden.
Ein weiteres Ziel der Veranstaltung soll sein, dass sich mehr Lehrpersonal als Erste Hilfe-Beauftragte ausbilden lassen. An der NMS Köflach gibt es bereits fünf, nahezu alle Schulen in Voitsberg haben einen ausgebildeten Lehrer im Haus und sind somit sozusagen "Selbstversorger". Die Ausbildung dauert nur eine Woche und schon können die Lehrer ihr wertvolles und oft lebensrettendes Wissen an die Jugendlichen weitergeben.

Auf zum Bundeswettbewerb

Die ersten fünf Mannschaften (Drei in Silber, Zwei in Gold) werden die Steiermark Mitte Juni am Maltschachersee in Kärnten vertreten. So reisen die NMS 1 Deutschlandsberg 2 und die HIB Liebenau aus dem Goldbewerb nach Kärnten. Zwei Gruppen aus dem Bezirk haben es ebenfalls geschafft: Die NMS Mooskirchen 1 und 2 gehen mit der NMS Admont in Kärnten an den Start.

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