Rückgang bei allen Kriminalitätsdelikten im Bezirk Voitsberg

Bezirkskommandant Johann Hohl ist zufrieden.
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Auch anderslautenden Unkenrufen zum Trotz: In der Steiermark ist die Zahl der Straftaten gesunken. So gab es von Jänner bis Mai 2017 um 5,9 Prozent weniger angezeigte Fälle als im selben Zeitraum 2016. Damit verzeichnet unser Bundesland sogar einen stärkeren Rückgang als Gesamtösterreich (-5,0 Prozent). Diesen positiven Trend zeigen die aktuellen Daten aus der Kriminalstatistik des Innenministeriums. Auch die Aufklärungsquote der Polizei liegt mit 48,4 Prozent über dem österreichischen Schnitt.

Auf Veränderung reagieren

Fakt ist allerdings auch, dass sich die Sicherheitslage ändert, sprich neue Arten der Kriminalität erfordern auch neue Ansätze bei Prävention und Aufklärung: „Es gilt die Sicherheitspolitik laufend an die tatsächlichen Anforderungen anzupassen", meint dazu ÖVP-Klubobmann Karl Lackner.

Grenzkontrollen positiv

Bezirkspolizeitkommandant Johann Hohl bestätigt diesen Trend. So gingen die Sachbeschädigungen um 35 Fälle (-29,9%) auf 82, die Verbrechen, also Diebstähle durch Einbruch oder mit Waffen um 24 (-72,7%) auf 9 und Diebstähle um 19 (-17,4%) auf 90 Fälle zurück. Auch in den Fällen von Körperverletzung (-21,6%) und fahrlässiger Körperverletzung (-33,3%) gab es einen deutlichen Rückgang.
Warum? "Meine persönliche Meinung ist, weil die Grenzen kontrolliert werden. Durch die verstärkten Grenzkontrollen sind keine rumänischen und ungarischen Banden mehr unterwegs. Außerdem greifen unsere Schwerpunktaktionen, wir überwachen mehr in Zivil und haben flexiblere Zeiten, sind somit für Verbrecher nicht mehr überprüfbar"", so Hohl. "Und die Aktion Gemeinsam.Sicher zeigt Wirkung. Die Menschen wurden sensibilisiert, uns bei jeder Kleinigkeit anzurufen. Wir fahren lieber einmal zu oft, als einmal zu spät. Und wichtig ist: Eine Anzeige bei der Polizei ist gratis, Ausnahmen sind nur Verkehrs-Sachschäden."
Große Erfolge erreichte die Polizei im Bezirk zuletzt im Suchtgiftbereich mit 13 Festnahmen. "Wir waren ein Hotspot, die Szene hat sich von Graz zu uns verlagert. Durch laufende Erhebungen haben wir den Bereich Suchtgift im Griff." Ein Nachteil für die Kriminalität: Die schlechte Anbindung an die Autobahn. "Was die Wirtschaft trifft, trifft auch die Verbrecher. Die Fluchtwege übers Gaberl, über die Pack und Mooskirchen sind weit und daher unbeliebt", meint Hohl, der derzeit auch Leiter des Einsatzstabes beim Formel 1-GP in Spielberg und zugleich stellvertretender Einsatzkommandant ist.

Bezirkskommandant Johann Hohl ist zufrieden.
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