Drei Gemeinden
Kampf gegen die Mautflüchtlinge

Bgm. Helmut Linhart, Bgm. Ewald Peer, GK Franz Feier und GR Franz Wede in Salla
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Die Gemeinden Maria Lankowitz, Köflach und Weißkirchen fassten vor kurzem jeweils einen einstimmigen Gemeinderatsbeschluss, den Schwerverkehr über 7,5 Tonnen - ausgenommen Ziel- und Quellverkehr - von der Gaberl-Bundesstraße B77 von der Einmündung in die B70 bis nach Weißkirchen zu verbannen. Im Gasthaus Zach in Salla trafen sich Weißkirchen-Bgm. Ewald Peer, sein Köflacher Amtskollege Helmut Linhart, der Maria Lankowitzer Gemeindekassier Gerhard Feier und GR Franz Wede, um die Sallegger Bevölkerung zu informieren. Im Publikum saß auch Vize-Bgm. Heinz Bernsteiner.

Zwei Verkehrszählungen

Schon seit dem Jahr 2004 schwelt dieses Thema, da verfassten wir Murtaler Gemeinden mit der damaligen Gemeinde Salla unter Bgm. Sigi Steurer eine Resolution. Vor acht Jahren berief der Sallegger Gastronom Herbert Rauch eine Bürgerversammlung ein, ein Jahr später gab es eine lärmtechnische Stellungnahme vom Land Steiermark. Nach mehr als fünf Jahren Ruhe wurden Franz Welle und Gerhard Feier aktiv, im Vorjahr führten sie zwei Verkehrszählungen in Salla durch. "Alles nur Lippenbekenntnisse", so Feier. "Zum Glück haben wir mit Bgm. Peer in Weißkirchen einen Mitstreiter gefunden, der sich freut, dass sich endlich wer dieser Sache annimmt."
Es geht nicht um die einheimischen Lkw, sondern um die Mautflüchtlinge, vorwiegend aus Osteuropa. "Wir haben bei der Verkehrszählung Lkw aus Weißrussland, Kroatien, Tschechien und der Slowakei gesehen", so Wede. "Vor allem bei winterlichen Verhältnissen bleiben die Lkw oft hängen, dann müssen unsere Feuerwehr ausrücken und ihr Leben riskieren. Bis zu 35 Minuten dauert eine Fahrt von Salla nach Köflach. Und der Schwerverkehr nimmt ständig zu."

Alle Stellen informiert

Bgm. Linhart, der vor der Pressekonferenz ebenfalls 25 Minuten brauchte, weil er hinter zwei Lkw nach Salla fuhr, bekräftigte die Unterstützung der Köflacher. "Auch bei uns verirrte sich schon der eine oder andere Lkw in der Innenstadt. Vor allem für die Bevölkerung an der B77 ist der Lärm eine Katastrophe." Die Germeinderatsbeschlüsse wurden nun an die Bezirkshauptmannschaften von Voitsberg und Murtal, an die Baubezirksleitungen, an die zuständige Fachabteilung A16 und Landesrat Anton Lang geschickt. "Wir wollen bis Ende Mai eine Reaktion haben, sonst müssen wir uns andere Maßnahmen überlegen", sagt Feier.
"Wir werden ebenfalls am Ball bleiben", versprach Heinz Bernsteiner. "Eine Abordnung von Maria Lankowitz wird nach Graz fahren und beim Land vorsprechen."

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