10.10.2017, 08:51 Uhr

Schulzentrum erstrahlt in neuem Glanz

Die generalsanierte Turnhalle war bei der Einweihung prall gefüllt. (Foto: Edelschrott)

Die Musik-Volksschule und die Neue Musik-Mittelschule Edelschrott bekamen generalsanierte Räumlichkeiten.

Vor sieben Jahren begann das Abenteuer "Generalsanierung des Schulzentrums Edelschrott" mit der Frage: "Wie kann man das Schulzentrum, das in die Jahre gekommen war, verbessern?" Denn die Volksschule wurde in den 60ern, die Neue Mittelschule - damals Hauptschule - Ende der 70er-Jahre erbaut. Am Turnsaal nagte ebenso der Zahn der Zeit und so wurden in Edelschrott 2010 und 2011 Gespräche gestartet, auch das Land Steiermark wurde eingebunden. Das Ergebnis war die Umsetzung einer Generalsanierung, wofür das Planungsbüro Artivo aus Köflach Ende 2013/Anfang 2014 mit einer Projektstudie beauftragt wurde. Diese war im August 2014 fertig und wurde von allen Seiten, inklusive Land Steiermark, akzeptiert.

Drei Etappen

Und so begann im Jahr 2015 die Generalsanierung des Schulzentrums, das derzeit 141 NMS-Schüler und 65 Volksschüler beherbergt. Die Kosten wurden mit 1.627.500 Euro veranschlagt und zu guter Letzt erfreulicherweise um rund zwei Prozent unterschritten. Auch deshalb sagte das Land Steiermark mit LH und Gemeindereferent Hermann Schützenhöfer zu, 70% der Gesamtkosten zu übernehmen. Der Umbau der Musik-NMS wurde mit 1,1 Millionen Euro budgetiert, die Renovierung der Volksschule mit 500.000 Euro. "Dies ist eine Investition in die Zukunft und das Schulzentrum soll uns weitere Jahrzehnte dienlich sein", meinte der Edelschrotter Bgm. Georg Preßler bei seiner Festrede anlässlich der Einweihung. Die vor der Gemeindestrukturreform befassten Gemeinden Edelschrott, Modriach, Hirschegg und Pack trugen dieses Vorhaben mit.
Im Sommer 2015 wurden die Ferien für die Edelschrotter Schüler auf elf Wochen verlängert, um die erste Etappe in Angriff zu nehmen. So wurden brandschutztechnische Maßnahmen wie automatisch funktionierende Brandschutztüren gesetzt, umfangreiche Beleuchtungsmaßnahmen inklusive Notbeleuchtung, Akustikdecken und die Erneuerung sämtlicher E-Leitungen - insgesamt 15.000 Meter - in Angriff genommen.
In der zweiten Etappe im Jahr 2016 wurden sämtliche Klassenzimmer saniert, was eine logistische Herausforderung für das Lehrerteam, insbesondere aber für Schulwart Rudi Sabetz, darstellte. So wurden 2.000 Quadratmeter Böden verlegt, mehr als 100 Innentüren ausgetauscht und über 10.000 Quadratmeter Wände gestrichen. Heuer wartete dann noch der "entspannteste Teil" der Sanierung mit einer Erneuerung des Dachs inklusive Dachbodens, die Renovierung des Turnsaals mit moderner LED-Beleuchtung, die thermische Sanierung der Obergeschossdecke und die Erneuerung der Schulküche. Dazu kamen noch kleinere Restarbeiten. Die Firma Artivo, die auch die Bauaufsicht innehatte, war stolz, dass die Arbeiten Mitte August 2017 abgeschlossen waren.

Eindrucksvolle Zahlen

"Ich bedanke mich herzlich bei der Firma Artivo, bei allen Professionisten, den Lehrerteams mit den Direktorinnen Gabriele Bernsteiner und Michaela Pfennich, Schulwart Rudi Sabetz mit unserem Gemeindeteam und natürlich auch bei allen Schülern für ihre Geduld und ihre Mithilfe". sagte Preßler. Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl, die die Festrede zur Einweihung des Schulzentrums hielt, meinte: "Als Schülerin wurde ich einige Monate in einem Baucontainer unterrichtet, weil unsere Schule umgebaut wurde. Das mussten die Edelschrotter Kinder nicht erleben, weil es hier eine perfekte Logistik und Planung gab. Ein neues Schulgebäude ist ein Motivationsschub für alle und ein Schlüssel zum Erfolg für den ländlichen Raum."
Bgm. Georg Preßler ergänzte: "Ich werde die Zeit des Umbaus mein Leben lang nicht mehr vergessen, denn so ein Großprojekt fordert volle Kraft vieler Mitwirkender." Und so war er glücklich, beim Festakt nicht nur viele Vertreter der beteiligten Firmen begrüßen zu können, sondern auch Ehrengäste wie LR Barbara Eibinger-Miedl, NAbg. Elisabeth Grossmann, LAbg. Erwin Dirnberger, BH Hannes Peißl, die Bürgermeister Gottfried Preßler, Johann Hansbauer und Engelbert Huber sowie Dechant Gerald Krempl, der die Segnung vornahm. Die Marktmusikkapelle Edelschrott spielte vor der Eröffnung, die Instrumentalisten und Sänger der beiden Schulen sorgten für die feierliche Umrahmung. Anschließend wurde noch zum Tag der offenen Türe für die Bevölkerung geladen. So konnten sich alle vom neuen Schmuckstück in Edelschrott überzeugen.
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