04.12.2017, 20:03 Uhr

Tortur für die Atemschutzträger

Bei dieser Übung wurde ein Realbrandszenario abgearbeitet. (Foto: FF Mooskirchen)

Vier Mann der FF Mooskirchen mussten mit Langzeitatemschutzgeräten drei Übungsstationen absolvieren.

Nach einem zwei Kilometer Eingewöhnungsmarsch trainierten vier Feuerwehrleute der FF Mooskirchen mit Langzeitatemschutzgeräten. Zuerst wurde auf einem wenig befahrenen Streckenabschnitt das Fahren mit dem KRF-S Tunnel bei Nullsicht trainiert, die Windschutzscheibe des Fahrzeugs wurde mit einer Wolldecke abgedunkelt.

Tunnelunfall simuliert

Bei der zweiten Station mussten zwei Übungsummys aus einem verunfallten Pkw gerettet werden. Dabei wurde mit einer langen Holzstapelwand die Tunnelwand simuliert. Der Truppe musste nach der Sicherung des Fahrzeugs die kritischen Patienten mittels Crashrettung befreiten, die Dummys waren rund 70 Kilo schwer. Bei der dritten Station stand eine Realbrandübung auf dem Programm. DAs KRF-S Tunnel ist mit einer Polylöschanlage mit 200 Lietern WAsser und Netzmittel ausgerüstet.

Portalfeuerwehr für die A2

Als Portalfeuerwehr für Teile der A2-Tunnelkette Pack ist die FF Mooskirchen mit vier Stück Sauerstoffkreislaufgeräten (SKG) ausgerüstet, die eine Einsatzzeit von vier Stunden möglich machen. Anders als bei herkömmlichen Pressluft-Atemschutzgeräten wird bei den SKG-Geräten die verbrauchte Atemluft direkt im Gerät wieder aufbereitet und mit frischen Sauerstoff versetzt. Durch diesen chemischen Prozess entsteht erhebliche Wärme, die für den Feuerwehrmann eine zusätzliche Belastung darstellt. Daher sind fordernde Übungen für die ausgebildeten Geräteträger unerlässlich.
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