30.03.2017, 19:11 Uhr

Vier Mal "Blech" - so kann Lisa nicht aufhören

Lisa Zaff verfehlte in allen vier WM-Diszipliinen als Vierte eine Medaille. (Foto: Plohe)

Skibob-Weltcupsiegerin Lisa Zaff hängt noch ein Jahr an und hofft auf eine WM 2018 in Österreich.

Als aktuelle Weltcupsiegerin reiste die Köflacherin Lisa Zaff zur Skibob-WM nach Grächen in die Schweiz. Noch dazu mit der imposanten Serie, in 14 Weltcuprennen in diesem Winter 13 Mal am Stockerl gestanden zu sein. Doch in der Schweiz lief gar nichts zusammen. Nebel, schlechte Sicht und extrem eisige Pisten, das mag Zaff überhaupt nicht. Dazu kam, dass es nicht erlaubt war, auf den WM-Hängen Tore zu stecken. "Andere stellen sich offenbar schneller auf neue Gegebenheiten ein als ich", seufzte Zaff.

Vom Pech verfolgt

Und so gab es für die 29-jährige Weststeirerin eine unglaubliche Serie. Im Slalom, Riesentorlauf, Super-G und in der Kombination belegte sie jeweils den vierten Platz. Im Super-G schrammte sie um 50 Hundertstel an Bronze vorbei, im Slalom lag sie nach dem ersten Durchgang auf Rang drei und wurde noch überholt. "Ich habe mich jeden Tag neu motiviert und die Hoffnung nicht aufgegeben. Aber am Schlusstag war ich so richtig deprimiert. Damit habe ich wirklich nicht gerechnet, dass ich hier leer ausgehe", so Zaff zerknirscht.
Ein paar Tage später war für sie klar: So will sie nicht abtreten. Bei einem WM-Titel oder zumindest einer Medaille hätte Zaff vielleicht ihre äußerst erfolgreiche Karriere beendet, nun hat sie mit den Titelkämpfen aber eine Rechnung offen. "Ich werde noch eine Saison anhängen. Außerdem fahre ich dann die zweite Saison mit dem neuen Skibob, da sollte ich schneller sein als heuer." Dazu kommt, dass möglicherweise die Skibob-WM 2018 in Österreich stattfindet, ein heißer Kandidat ist das Nassfeld. "Erstens brauche ich da nicht wie für die Anreise in die Schweiz zehn Stunden im Auto zu sitzen, und zweitens liegt mir das Nassfeld", so Zaff. "Ich werde nächstes Jahr 30, nach dieser Depri-Woche will es noch einmal wissen, wie schnell ich wirklich bin."
Bei dieser Gelegenheit will sich Zaff bei allen Gönnern, Unterstützern und Sponsoren für diese Saison bedanken. "Ohne Sponsoren könnte ich den Sport auf diesem Level nicht betreiben."
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