03.10.2017, 19:45 Uhr

Dritte Energieglas-Fabrik von SFL vielleicht in Voitsberg

Ein einzigartiges Werk, der Science Tower von SFL mit der rekordverdächtigen Menge an Energieglas. (Foto: SFL)

Sensationelle Perfomance. Auf dem Energieglas-Sektor ist die SFL mit ihrem Schweizer Partner Weltmarktführer.

Was das Stallhofner Unternehmen SFL mit dem Science Tower in Graz zuletzt auf die Beine stellte, ist weltweit einzigartig. Noch nie gab es ein Gebäude mit so viel Energieglasfläche wie in Graz. SFL-Geschäftsführer Mario Müller bezeichnete dieses neue Material als "Dünnglas". "Es ist leicht, wir haben niedrigere Produktionskosten, weniger Transportkosten und weniger Montageaufwand. Und vor allem ist es ökologisch, eine Art Membran." Außerdem verfügt es über eine 30-prozentige bessere Isolierungsleistung als herkömmliches Glas. "Das ist die Zukunft", ist Müller überzeugt. "Mit unserem Partner sind wir hier Weltmarktführer und daher einzigartig."

Neue Werke

In St. Marein im Mürztal steht das SFL-Herzstück der Glaserzeugung. Der Standort wurde 2010 übernommen und ausgebaut. Da die Nachfrage nach diesem neuartigen und ökologischen Material sehr groß ist, wird in der Schweiz ein zweites Werk gebaut. "Wir sind bis Ende 2018 ausgebucht, der Science Tower hat in der Fachwelt voll eingeschlagen", ist Müller stolz. Das übernächste Werk will SFL wieder in Österreich bauen, am liebsten in der Steiermark. Und da würden sich die Voitsberger ÖDK-Gründe anbieten. "Warum nicht", meinte Müller. "Wir haben in Voitsberg schon ein Werk gekauft, das wir Lost Factury nennen, weil wir es derzeit nicht benützen. Es liegt unmittelbar neben dem Areal von Pumpenbauer und daher auch unweit zu den ÖDK-Gründen. Sollten wir am ÖDK-Gelände ein Werk bauen, dann könnten wir es mit einem Übergang über die B70 verbinden."
Und in Stallhofen? Da wird in dieser Woche die erste "ELI" an die Gemeinde Stallhofen übergeben. Noch heuer laufen die Planungen für den Ausbau der "ELI-World". "Wir wollen 1.000 Stück ELIs pro Jahr erzeugen.", sagt Müller. "Die ELI soll nächstes Jahr einen Wasserstoffrucksack bekommen, der Wasserstoff kann in Strom umgewandelt werden." Der große Vorteil: "Wir können Wasserstoff vor Ort selbst erzeugen." Mit Hilfe einer Brennstoffzelle könnte die ELI dann in ganzen drei Minuten wieder voll aufgeladen sein. "Wir haben das österreichische Wasserstoff-Forschungszentrum in Graz und überhaupt unglaublich viel Kompetenz in der Steiermark. Es fehlt uns nur an Selbstvertrauen, aber wir können auf den breiten Schultern von Erzherzog Johann unglaublich viel aufbauen." Übrigens: Das SFL-Werk in Stallhofen arbeitet bereits CO2-neutral, auch dank der riesigen Photovoltaik-Flächen. Und seit 2. Oktober arbeitet ein Rollstuhlfahrer im Stallhofner Werk, da wurde ein eigener Arbeitsplatz geschaffen.
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