30.08.2016, 20:06 Uhr

Hilfe von allen Seiten so weit wie möglich

OMCO GMA-Geschäftsführer Christian Töscher gab die Schließung bekannt. (Foto: OMCO GMA)

Das Ende von OMCO GMA Austria in Köflach mit Jahresende wirbelt viel Staub auf.

OMCO GMA ist mit seinen 69 Mitarbeitern ein Leitbetrieb in Köflach, ja sogar in der gesamten Lipizzanerheimat. Der Mitgliedsbetrieb des ABV Metall muss mit Jahresende den Betrieb einstellen, hatte sich aber in den vergangenen Jahrzehnten einen sehr guten Ruf erworben. "Wir werden alles auch mit Stil beenden", so Geschäftsführer Christian Töscher, für den OMCO GMA so etwas wie sein "Baby" war. Das Objekt wird nun bewertet, Töscher hofft, dass sich Nachnutzer finden, damit die Gebäude nicht leer bleiben. "Ich möchte nochmals betonen, dass es eine geordnete Schließung, und kein Konkurs ist. Alle gesetzlichen Leistungen werden den Mitarbeitern abgegolten."

Viel Unterstützung

LAbg. Karl Petinger führte am gleichen Tag nach Bekanntwerdung der Schließung mit Jahresende noch ein Gespräch mit Doris Kampus, Landesrätin mit Köflacher Wurzeln. "Wir begrüßen den angedachten Sozialplan. Sollte es aber trotzdem Härtefälle geben, werden wir Lösungen finden, um einen Ausgleich zu schaffen", sagt Petinger. "Diese Schließung ist ein schwerer Rückschlag für die Lipizzanerheimat. OMCO GMA hat viele hochqualifizierte Mitarbeiter, es ist zu hoffen, dass sie in anderen Firmen in der Region unterkommen können."
Der Köflacher Bgm. Helmut Linhart stößt ins gleiche Horn. "Wir werden helfen, wo wir können. Die Schließung ist eine Katastrophe für Köflach, ja für den ganzen Bezirk, denn der Verlust von 69 Arbeitsplätzen ist kein Witz." Die Köflacher Stadtregierung ist bemüht, Hilfen anzubieten, so arbeitet sie ja mit der Caritas zusammen, um Langzeitarbeitslosen Möglichkeiten zu geben. "Es zeigt sich leider, dass die Lohnnebenkosten in Österreich zu hoch sind und viele Unternehmen dadurch nicht mehr gewinnbringend arbeiten können."

Hoffen auf den Markt

Dem Voitsberger AMS-Leiter Franz Hansbauer tut die Schließung persönlich sehr leid. "Die Bedingungen für die Arbeitnehmer waren bei OMCO GMA immer sehr gut, das Unternehmen wurde hervorragend geführt." Hansbauer sieht für viele OMCO-Mitarbeiter recht gute Chancen am Arbeitsmarkt, weil sie top qualifiziert sind. "Das müsste der Bezirk Voitsberg und der Grazer Raum aufnehmen können." Bedenken hat er bei der Altersstruktur, da einige doch schon lange bei OMCO GMA sind und für etwaige neue Firmen möglicherweise kostenintensiver sein könnten. "Die Geschäftsführung hat mir versichert, dass alle Ansprüche zu 100% abgegolten werden. Erst nach Einlangung der Anmeldung läuft die 30-Tage-Frist, noch haben wir keine offizielle Meldungen erhalten", so der AMS-Leiter.
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