09.11.2017, 18:30 Uhr

Schnellerer Ausbau nur ein Wunschkonzert

WKO on tour: Franz Jechart, Josef Herk, Riki Vogl und Gerhard Streit in Köflach

Bei WKO on Tour beschäftigten Präsident Josef Herk und sein Team aktuelle Bezirksthemen.

Eine der wichtigsten Forderungen der Wirtschaftskammer im Bezirk Voitsberg ist der Ausbau der Infrastruktur. Dass die Finanzierung der B70 nun gesichert ist, freut Präsident Josef Herk, aber dass die Umsetzung noch mindestens neun Jahre dauert, weniger. "Frau in der Wirtschaft"-Vorsitzende Riki Vogl - bei "WKO on tour" auch in Herks Delegation - ging dann der (imaginäre) Hut hoch. Denn mitten in die Präsentation in Köflach platzte die Nachricht von der Kastner-Brücke.

Sperre mindestens bis 21. Dezember

Denn die Porr AG suchte am Mittwoch bei der Stadtgemeinde Bärnbach um Fristverängerung an. "Die Kastner-Brücke wird vorerst bis 21. Dezember gesperrt", sagt Bgm. Bernd Ospian. Denn die Verlegung der Fernwärmeleitungen brauchte mehr Zeit als geplant. Auch die Mitterdorferbrücke wird für den Verkehr noch nicht freigegeben.

Weihnachtsgeschäft beeinträchtigt
Das Problem: Je näher der Winter rückt, desto schwieriger wird es mit den Aspaltierungsarbeiten. Daher steht ein definitiver Freigabetermin der Brücken noch nicht fest. "Für uns Unternehmer ist das eine Katastrophe, denn unser Weihnachtsgeschäft wird dadurch massivst beeinträchtigt." Aber auch für die Unternehmer in der Voitsberger Innenstadt ist die Verlängerung der Brückensperre ein harter Schlag.
Dabei war die Stimmung auf Herks Tour positiv. Während der Besuche bei Technoglas in Voitsberg, Roboschaf in Ligist oder Josef Reinthaler in Köflach spürt man die positive Konjunkturentwicklung, aber die Standortfrage wirft Probleme auf. Regionalstellenleiter Gerhard Streit und Obmann-Stv. Franz Jechart plädieren nach wie vor für eine "Weststeirer-City" als zweitgrößte Stadt der Steiermark. Auch die Zuordnung zum Steirischen Zentralraum sollte aus Sicht der Wirtschaft überdacht werden, weil sie nicht die gewünschten Effekte bringe.

Herk wiederum wertete die Diskussion um die Pflichtmitgliedschaft in den Kammern als Angriff auf die direkte Demokratie der Unternehmer. "Die Kammern sollten emotionslos an ihren Leistungen gemessen werden. Die WKO Steiermark zählt jährlich 60.000 Bildungskunden, erledigt fast 90.000 Serviceanfragen von knapp 30.000 Unternehmern. Wir bieten mit dem Talentcenter die modernste Berufsorientierung Europas und haben erst im Frühjahr eine umfassende Reform umgesetzt, die neben 100 Millionen Euro Einsparungen für die Mitglieder auch neue Services, wie die Cyber-Security-Hotline" gebracht. Die WKO Steiermark ist mit ihren 1.400 großteils ehrenamtlichen Funktionären Vorreiter."

Zahlen und Fakten

Und noch ein paar Zahlen aus dem Bezirk mit Stand 31. 12. 2016: 2.985 aktive Mitglieder, Frauenanteil von 48,0%. Aktuelle Top-Branchen: 1. Personenberatung und - betreuung, 2. Gastronomie, 3. UBIT, 4. persönliche Dienstleister, 5. gewerbliche Dienstleister. Neugründungen: 241 (Frauenanteil 77%). Ein-Personen-Unternehmen: 63% vom Gesamtanteil. Lehrlinge: 462 in 169 Lehrbetrieben
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