15.12.2017, 09:23 Uhr

Wenn der Leitner kommt, dann knallt‘s!

Wolfang Leitner ist Pyrotechnik-Profi und lässt es zu Silvester und auf Hochzeiten gerne krachen.

Pyrotechniker Wolfgang Leitner gibt Sicherheitstipps und verrät, wie man als Laie sein Feuerwerk beinahe auf Profi-Level bringt.

WAIDHOFEN. Wo Wolfgang Leitner auftaucht, da knallt es üblicherweise. Der 33-Jährige aus Pyhra ist nämlich professioneller Pyrotechniker und bringt im Auftrag seiner Kunden den nächtlichen Himmel zum Leuchten. Die Bezirksblätter baten den Profi um Tipps, wie das eigene Silvesterfeuerwerk garantiert gelingt - und sicher abläuft.

Seine Liebe zum Feuerwerk entdeckte Leitner - wie viele andere - schon als Kind. "Irgendwann wollte ich meine eigenen Choreografien gestalten und begann ein wenig zu basteln". Doch das Hantieren mit Pyrotechnik ist nicht ungefährlich und so absolvierte der gebürtige Oberösterreicher einen Lehrgang zum Pyrotechniker und gestaltet seitdem Feuerwerke zu Neujahr, für Hochzeiten oder andere Anlässe.

"In Österreich ist es relativ sicher Feuerwerke zu kaufen", so Leitner. Denn: in den heimischen Handel gelangt nur Pyrotechnik, die mit dem CE-Kennzeichen versehen ist. "Das heißt zwar noch lange nicht, dass Feuerwerk ein Spielzeug ist, aber bei richtiger Anwendung ist die Gefahr für den Benutzer relativ gering". Dennoch sollten Hobby-Pyrotechniker gerade zu Silvester einige wichtige Punkte beachten (siehe unten).

Von Böllern aus dem Ausland hält Leitner wenig: "Da weiß man nie, womit diese gefüllt sind und man kann sich nie sicher sein, wie sie zünden, ob sie sofort zünden oder was bei der Zündung passiert. Dies Böller können absolut lebensgefährlich sein".


Geheimtipp: Batterien!

Wer sein privates Feuerwerk auf ein neues Level heben will, für den hat Leitner ebenfalls einen Tipp: Denn seit 2015 sind so genannte Verbundfeuerwerke zugelassen. "In solchen Batterien steckt zum Teil die vierfache maximal erlaubte Nettoexplosivmasse von herkömmlichen Feuerwerksbatterien drin, da diese bereits vom Hersteller vorverleitetund verbunden sind. Die sind beinahe Profiqualität". Deshalb setzt Leitner auch auf diese Batterien statt herkömmlicher Raketen: "Bei Raketen weiß man nie, wohin sie fliegt, oder wo sie wieder herunterkommt." Sein Rat: "Ruhig beim Fachhändler beraten lassen, am Markt gibt es enorme Qualitätsunterschiede".

Safety-Tipps vom Profi

• Gebrauchsanweisung lesen: diese ist auf jedem CE-Produkt
• Sicherheitsabstand einhalten
• beim Abbrennen nur festen und geraden Untergrund verwenden
• Raketen nur in einem Getränkekasten zünden
• Beim Anzünden niemals Körperteile über die Rakete oder Batterie halten
• bei Versagern mindestens 15 Minuten warten und dann mit Wasser ablöschen
1
Einem Mitglied gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.