Traum-Talk
Toni Faber wünscht sich mehr Grün beim Stephansdom (mit Video)

Beim ausführlichen Interview im Stephansdom: Toni Faber (l.) mit bz-Redakteur Thomas Netopilik.
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  • Beim ausführlichen Interview im Stephansdom: Toni Faber (l.) mit bz-Redakteur Thomas Netopilik.
  • Foto: Markus Spitzauer
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Dompfarrer Toni Faber wünscht sich Bäume und Parkbänke auf dem Platz vor "seinem" Stephansdom.

WIEN. Bereits im Alter von 18 Jahren war für Toni Faber klar, dass er Priester werden möchte. Davor plagte sich der Liesinger mit den üblichen Berufswünschen eines Jugendlichen herum. Zuerst wollte er –wie sein verstorbener Freund Niki Lauda – Rennfahrer werden, danach eiferte er seinem Idol Karl Schranz als Skifahrer nach. Dazwischen träumte der heute 57-Jährige noch von einer Karriere als Rechtsanwalt oder Tierarzt. "Ich hätte mir nicht träumen lassen, dass ich einmal Pfarrer in St. Stephan werde", sagt Faber.

Dass er heute einer der bekanntesten Geistlichen Österreichs ist, stört den Gottesmann nicht, im Gegenteil: Während die Kirche mit rückläufigen Mitgliederzahlen zu kämpfen hat, gibt es in St. Stephan rund 100 Wiedereintritte pro Jahr. "Die Menschen nehmen mich in den Medien wahr. Das hilft mir in dieser Sache ungemein", weiß der Dompfarrer. Ein großer Bestandteil in Fabers Leben ist auch seine Liebe zum Wiener Schmäh. "Ohne Humor mit einem gewissen Augenzwinkern könnte ich kein Don Camillo in der Stadt sein", so der Geistliche.

Noch ausbaufähig

Für sein Grätzel in der Inneren Stadt hat er auch einen Traum: Er wünscht sich Bäume und Parkbänke auf dem Platz rund um den Stephansdom. "Das ist aber erst der Anfang und sicher noch ausbaufähig. Hoffentlich bleibt es nicht bei meinem Traum", sagt Faber.

Fast nicht mehr ausbaufähig hingegen sind die Baustellen im und um den Stephansdom. Derzeit wird die Orgel erneuert und auch an den Außenfassaden gibt es immer etwas zu tun. "Mir würde es erst dann Sorge bereiten, wenn wir keine Baustellen mehr hätten. Das würde bedeuten, dass uns das Geld ausgegangen ist", sagt Faber. In diesem Fall müssten der Dom und auch der Platz gesperrt werden, um so die Besucher vor herunterstürzenden Teilen zu schützen. Immerhin besuchen jährlich 6,4 Millionen Menschen den Dom und es gibt täglich zwischen sieben und neun Gottesdienste. "So wie die Menschen an sich arbeiten müssen, arbeiten auch wir ständig an unserem Gotteshaus", so der ehemalige begeisterte Skilehrer.

Fabers handwerkliche Qualitäten sind hingegen spärlich gesäht. Er sagt sogar über sich, dass er zwei linke Hände habe. Auch mit dem Kochen kann sich der Dompfarrer nicht anfreunden. "Dafür kann ich gut essen und gute Weine unterscheiden", sagt Faber.

Alle Fotos: Markus Spitzauer

Autor:

Thomas Netopilik aus Alsergrund

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