Überraschende Wendung
Umstrittene Gaskonferenz in Wien abgesagt
- Ein Bild von den Begleiterscheinungen der europäischen Gaskonferenz 2023. Zahlreiche Proteste wurden auch für die heurige Tagung erwartet. Doch diese ist jetzt abgesagt.
- Foto: TOBIAS STEINMAURER / APA / picturedesk.com
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Eigentlich sollte die europäische Gaskonferenz in Wien Ende März stattfinden. So wie im vergangenen Jahr wurden bereits zahlreiche Großproteste, Anzeigen und Festnahmen erwartet. Doch wie die Polizei gegenüber MeinBezirk.at bestätigt, wurde das umstrittene Treffen der fossilen Energieanbieter in Wien abgesagt.
WIEN. Großproteste, Festnahmen, Störaktionen – die europäische Gaskonferenz führte bereits 2023 zu zahlreichen Vorfällen. Im Mittelpunkt stand dabei die österreichische Bundeshauptstadt, denn Wien war der Austragungsort der Tagung. Das lockte nicht nur das Who's who der Energiebranche, sondern auch Aktivistinnen und Aktivisten, die sich eine Abkehr von der fossilen Energiewirtschaft wünschen.
- Die Proteste rund um die Gaskonferenz 2023 zogen zahlreiche Maßnahmen und Einsätze der Polizeieinheiten mit sich.
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2023 beteiligten sich beispielsweise bei nur einem Großprotest 3.500 Menschen. 520 Anzeigen und 160 Anzeigen hagelte es daraufhin, bis vor Kurzem war auch ein Verfahren der Staatsanwaltschaft Wien gegen 165 Aktivisten am Laufen – dieses wurde jedoch dann eingestellt. MeinBezirk.at berichtet:
Mit Spannung blicken daher Protestierende, Teilnehmende der Konferenz, aber auch Außenstehende auf den Terminkalender. Denn klar war bis dato, dass die Gaskonferenz 2024 erneut in Wien stattfinden soll. Von 26. bis 28. März sollte sich das Treffen ereignen. Eigentlich – denn wie die Protestgruppe "Attac" am Donnerstag via Aussendung zunächst bekannt gab, sollte sich die Konferenz laut deren Informationen verschieben. Eine MeinBezirk.at-Nachfrage bei der Polizei zu den Vorbereitungen auf den Großeinsatz im Rahmen der Gaskonferenz bringt jedoch ganz neue Erkenntnisse: Die Gaskonferenz findet wohl gar nicht statt.
Protestaktionen wohl Absagegrund
Konkret teilt die Sprecherin mit, "dass die Gas Conference 2024 abgesagt wurde." Mehr Informationen konnte man nicht preisgeben und verwies an den Veranstalter. Eine Anfrage an diesen blieb bis Donnerstagmittag jedoch unbeantwortet. Auf der Website zur Konferenz ist jedenfalls noch immer der besagte Termin zu lesen. Ob die Gaskonferenz tatsächlich in diesem Jahr in Wien überhaupt noch stattfinden wird, ist daher noch unklar.
- Die Polizei hatte sich wohl auf weitere große Protestaktionen eingestellt.
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Auf MeinBezirk.at-Anfrage teilte die Protestinitiative "Attac" mit, dass die Teilnehmenden der Konferenz in den vergangenen Tagen per Mail über eine Verschiebung informiert worden sind. Als Begründung behaupteten die Veranstalter, dass die Proteste angeblich "das Wohlergehen der Teilnehmer*innen gefährden" könnten, heißt es. Die Bewegung kritisiert gemeinsam mit "BlockGas" und "People's Summit" dies als "Versuch, den legitimen Protest der Bewegung für Klimagerechtigkeit zu kriminalisieren".
Die besagten Initiativen plant im Rahmen der Gaskonferenz einen Gipfel unter dem Namen "People´s Summit against the European Gas Conference" im Atelierhaus der Akademie der Bildenden Künste Wien, dem ehemaligen Semperdepot. Für den 27. März will man die Demo "Stoppt die Gaslobby" ausführen. In einer ersten Reaktion hält man trotz Absage der Gaskonferenz an dieser fest.
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