Wiener Linien
Vier Millionen Euro für mehr Sicherheit in U-Strab-Stationen
- V.l.: Öffi-Stadtrat Peter Hanke, Bezirksvorsteherin Silvia Jankovič, Vorsitzende der Wiener Linien-Geschäftsführung Alexandra Reinagl und stellvertretende Generaldirektorin der Wiener Stadtwerke Monika Unterholzner.
- Foto: Max Spitzauer/MeinBezirk
- hochgeladen von Tamara Winterthaler
In ein neues Sicherheitskonzept für die Stationen der Untergrund-Straßenbahn werden vier Millionen Euro investiert. Die Haltestellen sollen mit Kameras, barrierefreien Notfallknöpfen und mehr ausgestattet werden.
WIEN. Von der Eichenstraße bis zu Laurenzgasse und Hauptbahnhof erstreckt sich der Abschnitt der Wiener Untergrund-Straßenbahn (U-Strab). Anstatt sich mühsam durch den Straßenverkehr zu schlängeln, sind hier die Linien 1, 6, 18, 62 und die Badner Bahn ungehindert im Untergrund unterwegs.
Die versteckten Gänge sorgten bei Wienerinnen und Wienern allerdings in der Vergangenheit immer wieder für Sicherheitsbedenken. Deshalb nehmen die Wiener Linien jetzt vier Millionen Euro für ein neues Sicherheitspaket in die Hand. Am Dienstag, 8. Oktober, wurde dieses feierlich bei der Station Eichenstraße präsentiert. Mit dabei waren unter anderem Bürgermeister Michael Ludwig, Öffi-Stadtrat Peter Hanke und Margaretens Bezirksvorsteherin Silvia Janković (alle SPÖ).
"Wien ist die lebenswerteste Stadt der Welt und das liegt auch an unseren zuverlässigen und sicheren Öffis. Dank der hervorragenden Zusammenarbeit zwischen Polizei, Streetwork, Caritas, um nur einige zu nennen, und den Wiener Linien sorgen wir dafür, dass sich alle Fahrgäste in unseren Öffis sicher fühlen können. In der U-Strab setzen wir nun auf technische Unterstützung, um die Sicherheit in den Haltestellen noch weiter zu erhöhen", erklärt der Bürgermeister.
142 Kameras in fünf Stationen
In den nächsten Jahren sollen insgesamt 142 Kameras an den Stationen Eichenstraße, Matzleinsdorfer Platz, Kliebergasse, Laurenzgasse und Blechturmgasse installiert werden. Pro Bahnsteig soll es zudem zwei barrierefreie Notrufe geben. Ab 2025 geht es los mit der Modernisierung. Gestartet wird bei der Station Eichenstraße, 2029 soll das Projekt abgeschlossen sein.
Die installierten Kameras zeichnen das Geschehen in der Haltestelle auf – auch in den Liften, auf den Treppen, auf den Rolltreppen sowie in den Passagen. 48 Stunden lang bleibt das Videomaterial gespeichert, danach wird es automatisch gelöscht. Die Polizei kann zur Aufklärung von Vorfällen in diesem Zeitfenster auf die Aufzeichnungen zugreifen. Auch sollen die Kameras einen effizienteren Einsatz des Sicherheitspersonals der Wiener Linien ermöglichen.
Durch barrierefreie Notrufknöpfe werden Passagiere automatisch mit der Leitstelle der Wiener Linien verbunden und es kann gleich Unterstützung geschickt werden. Eine weitere Sicherheitsmaßnahme bei der Eichenstraße wird ein zwei Meter hoher Zaun sein, der zwischen den Gleisen errichtet wird.
60.000 Menschen täglich
An einem durchschnittlichen Werktag zählen die Wiener Linien rund 60.000 Menschen, die an den betroffenen Stationen ein- oder aussteigen. Die Wiener Linien gehen davon aus, dass der Ausbau der U2-Station Matzleinsdorferplatz und andere Bauprojekte dieses Fahrgastaufkommen künftig noch erhöhen werden.
- An einem durchschnittlichen Werktag zählen die Wiener Linien rund 60.000 Menschen, die an den betroffenen Stationen ein- oder aussteigen.
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"Der sichere Betrieb der öffentlichen Verkehrsmittel hat für uns oberste Priorität", versichert Öffi-Stadtrat Hanke. "Mit gezielten Investitionen wie diesem Paket stellen wir sicher, dass die Wiener Linien auch in Zukunft modernste Technik, höchsten Komfort und maximale Sicherheit bieten."
Zuletzt wurden die U-Strab-Haltestellen in den Jahren 2009 bis 2012 erneuert – erstmals seit ihrer Inbetriebnahme in den 60er-Jahren. Rund 18 Millionen Euro wurden damals investiert, um den Bereich zu sanieren und barrierefreier zu gestalten.
Erfolg für Margareten
"Die Sicherheit in den U-Strab-Stationen ist für uns in Margareten von zentraler Bedeutung, denn diese Haltestellen sind für viele Menschen täglicher Bestandteil ihres Alltagsweges", erklärt Bezirkschefin Janković. Mit dem neuen Sicherheitspaket der Wiener Linien werde ein wichtiger Schritt unternommen und auf die Rückmeldungen und Sorgen von den Bewohnerinnen und Bewohnern eingegangen.
- Die Kameras sollen auch einen effizienteren Einsatz des Sicherheitspersonals der Wiener Linien ermöglichen.
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"Gerade an den Stationen im Bezirksgebiet, wie Eichenstraße und Matzleinsdorfer Platz, begrüßen wir die geplanten Maßnahmen wie die Installation von Kameras und barrierefreien Notrufen sehr. Diese Investitionen tragen wesentlich dazu bei, das Sicherheitsgefühl der Margaretnerinnen und Margaretner zu stärken."
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