Israel-Bezug
"Signifikante" Häufung antisemitischer Vorfälle in Wien

Die Wiener Polizei sendete einen Bericht an die Staatsanwaltschaft Wien, nachdem bei mehreren Demos ein bekannter palästinensischer Satz gerufen wurde.  | Foto: ALEX HALADA / picturedesk.com
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  • Die Wiener Polizei sendete einen Bericht an die Staatsanwaltschaft Wien, nachdem bei mehreren Demos ein bekannter palästinensischer Satz gerufen wurde.
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Die Wiener Polizei sendete einen Bericht an die Staatsanwaltschaft Wien, nachdem bei mehreren Demos ein bekannter palästinensischer Satz gerufen wurde. Außerdem meldet die Antisemitismus-Meldestelle der Israelitischen Kultusgemeinde Wien eine "signifikante" Häufung von Vorfällen mit Israel-Bezug.

WIEN. In den vergangenen Tagen ist es in Wien zu mehreren Pro-Palästina-Demos in Wien gekommen. Am vergangenen Mittwoch gab es 300 Anzeigen bei einer untersagten Demo am Stephansplatz. Die Wiener Grünen zeigten ein Palästina-Autokorso an und am Sonntag zerstreuten sich Teilnehmende der Demo "Gegen das Hissen der israelischen Fahne am BKA" in verschiedene Richtungen. Eine Gruppe erreichte den Judenplatz - MeinBezirk.at berichtete:

Palästina-Protestierende am Judenplatz, Grüne zeigen Autokorso an

Die Polizei meldete sich am Dienstag erneut zur, wie es heißt, "polarisierenden" Veranstaltung am vergangenen Sonntag. Demnach erfülle der Satz "From the river to the sea, Palestine will be free!" (z. Dt. "Vom Fluss bis zum Meer, Palästina wird frei sein!") laut derzeit geltender Judikatur nicht den Bestand der Verhetzung. Dennoch wurde ein Bericht an die Wiener Staatsanwaltschaft gesendet, die über eine weitere Strafverfolgung entscheidet.

"Bisher war kein eindeutiger Anlassfall gegeben, die Kundgebung nach dem Versammlungsgesetz aufzulösen. Es kam jedoch in den vergangenen Tagen aufgrund eindeutiger Aussagen von einzelnen Versammlungsteilnehmern bereits zu Anzeigen bezüglich Verhetzung und gefährlicher Drohung", so die Polizei auf X (ehem. Twitter).

Die Antisemitismus-Meldestelle der Israelitischen Kultusgemeinde Wien berichtet über eine "signifikante" Häufung von Vorfällen mit Israel-Bezug. | Foto: ALEX HALADA / picturedesk.com
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Antisemitische Vorfälle in Wien

Die Antisemitismus-Meldestelle der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) teilte am Dienstag mit, dass am Dienstag ein junger Mann die Auslagenscheibe eines Hauses eingeschlagen haben soll, in welchem sich eine koschere Fleischerei befindet. Der Unbekannte soll "Allahu Akbar!" gerufen und danach geflüchtet sein.

Ebenso wurde der Meldestelle die Beschmierung einer Hinweistafel am Campus der Universität Wien gemeldet. Neben dem Hinweis "Fachbereichsbibliothek Judaistik" hat eine unbekannte Person "Kill Israhell (sic!), the USA & Ukraine Z!" (z. Dt.: Tötet Israel, die USA und die Ukraine!") geschrieben.

Auf MeinBezirk.at-Anfrage konnte die Meldestelle keine weiteren Informationen preisgeben, jedoch wurde mitgeteilt, dass es zuletzt eine "signifikante Häufung antisemitischer Vorfälle mit Israel-Bezug" in Wien gab.

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Die Wiener Polizei sendete einen Bericht an die Staatsanwaltschaft Wien, nachdem bei mehreren Demos ein bekannter palästinensischer Satz gerufen wurde.  | Foto: ALEX HALADA / picturedesk.com
Die Antisemitismus-Meldestelle der Israelitischen Kultusgemeinde Wien berichtet über eine "signifikante" Häufung von Vorfällen mit Israel-Bezug. | Foto: ALEX HALADA / picturedesk.com

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