14.03.2016, 12:33 Uhr

Ergebnisse der Wirtschaftsstudie zur Reininghaus-Bebauung

Edmund Klamminger (enw), Wolfgang Erber (Erber Holding), Gertrud Hofstätter und Peter Kletzenbauer (Hofstätter & Kletzenbauer), Gernot Katzenberger (bwsg), Hans Schaffer und Christian Krainer (ÖWG Wohnbau), Kristijan Agatic (GRAWE), v. l. (Foto: geopho.com)
Graz: Reininghaus Areal | Die Entwicklung des Stadtteiles Graz-Reininghaus ist eines der ganz großen Themen für die Zukunft der Landeshauptstadt. Das Areal ist 52 Hektar groß, 19 Projekte sind hier geplant. Nicht nur, dass an diesem Standort große Investitionen getätigt werden und Wohnraum geschaffen wird, er steht auch stellvertretend für den Umgang mit dem Thema Stadtentwicklung an sich. Eine aktuelle Studie, durchgeführt von Universitätsprofessor Josef Scheff (361 consulting gmbh), zeigt die regionalwirtschaftlichen Effekte der Bebauung des Reininghaus-Areals im Detail auf. Hier soll Wohnraum für mindestens 10.000 Menschen geschaffen werden sowie Arbeitsplätze für 7.000 bis 10.000 Menschen.

Durch Reininghaus entsteht im Zeitraum von 2012 bis 2030 eine zusätzliche Wertschöpfung von 1,62 Mrd. Euro. Mehr als die Hälfte davon – nämlich 857,51 Mio. Euro – entfällt auf die Steiermark. Zusätzlich wurden die Beschäftigungseffekte mit einer Auslastung von kumuliert fast 23.000 Vollzeitjahresbeschäftigten im selben Zeitraum berechnet. In der bauintensivsten Phase sind das mehr als 4.000 Beschäftigte.

Als Partner der Stadt Graz wünschen sich die Investoren nun mehr Blick für das Ganze für die Zukunft von Graz. „Das Projekt steht jetzt am Start und muss nun rasch an Fahrt aufnehmen. Wir brauchen dafür ein gemeinsames Ziel vor Augen – Politik, Beamtenschaft und Investoren müssen als Einheit hinter diesem Gemeinschaftsprojekt für ganz Graz stehen“, fordert Wolfgang Erber als einer der Investoren ein Commitment, das über Parteigrenzen und Abteilungsdenken hinaus geht. Vor allem sei das Projekt ja für alle Stadtregierer von großer Bedeutung – inhaltlich sind schließlich verschiedenste Ressorts von Stadt- und Verkehrsplanung sowie Stadtbau und Kultur über Wirtschaftsentwicklung bis zum Umweltamt mit dem Thema Reininghaus befasst.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um mit der Bebauung des Reininghaus-Areals zu starten, betont Christian Krainer, Geschäftsführer von ÖWG Wohnbau, als einer der Investoren: „Die Investitionen kommen in der derzeitigen wirtschaftlichen Lage genau richtig. Arbeitsmarktpolitisch sprechen die dadurch entstehenden Impulse für eine rasche Projektumsetzung. Vor allem auch in Hinblick auf den Zuzug in den kommenden Jahren besteht für Graz Handlungsbedarf.“

Schaffe man es jetzt nicht, mit der Bebauung des Reininghaus-Areals rasch Tempo aufzunehmen, würden durch die zeitliche Verzögerung Impulse für den Arbeitsmarkt fehlen und sich die Kosten für die Wohnbauprojekte erhöhen. Höhere Mieten und Kaufpreise sowie ein weiter steigender Druck auf dem Wohnungsmarkt seien die Folgen. Auch Zusagen für Förderungen für gemeinnützige Wohnbauten auf dem Areal gingen verloren, wenn sie nicht rechtzeitig umgesetzt werden können.

www.reininghaus-findet-stadt.at
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