An Tempo 130 hält sich kaum ein Scheibbser

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BEZIRK SCHEIBBS. Man fährt auf der Autobahn brav wie ein Lamm die vorgegebene Geschwindigkeit. Der Tachometer steht bei 130 Kilometer pro Stunde und als ob man der langsamste Fahrer der Welt wäre, flitzt der Verkehr an einem vorbei. Viele Autofahrer kennen diese Situation. Die BEZIRKSBLÄTTER haben nun den Test gemacht und sich auf die Autobahn begeben.
Getestet wurde auf der A1 zwischen Amstetten und Wien mit einer gleichbleibenden Geschwindigkeit von 130km/h. Dabei wurden unsere Testfahrer insgesamt 78 Mal überholt. Tempo 140 ist auf Österreichs Autobahnen wahrscheinlich schon längst Realität. Denn zur Tatsache, dass der Tachometer ohnehin deutlich weniger als die gefahrene Geschwindigkeit anzeigt, kommt noch die Messtoleranz hinzu, die ungefähr bei fünf Prozent liegt.

Tempo rauf aber auch runter

Eine Anhebung des allgemeinen gesetzlichen Tempolimits ist aufgrund der StVO jederzeit möglich. Es dürfen aber keine Bedenken hinsichtlich der Verkehrssicherheit bestehen.
„Es bedarf wohl einer situationsangepassten elektronischen Anzeige mittels Wechselverkehrszeichen“, so Gerhard Prantner, Stützpunktleiter der ÖAMTC-Dienststelle Scheibbs und führt weiter aus: „Damit ist aber auch zu erwarten, dass es auf den betreffenden Strecken mitunter zu Herabsetzungen des Tempolimits unter 130 kommen wird.“

So denken die Scheibbser

Auf der Facebook-Seite der Bezirksblätter Scheibbs hat sich eine rege Diskussion entwickelt. So meint zum Beispiel Franz Daurer aus Steinakirchen: "Je schneller gefahren wird, umso mehr Sprit wird verbraucht. Es fällt keinem auf, dass wir schon viel zu lange jenseits jeglicher Vernunft Energie verbrauchen." Die Scheibbserin Manuela Majer spricht sich gegen erhöhte Tempolimits aus: "Ich bin dagegen, denn es gibt schon genug Raser und rücksichtslose Fahrer. Ich wäre eher für mehr Kontrollen." Der gebürtige Steinakirchner Gerhard Steindl würde hingegen gerne schneller fahren: "Wozu haben wir sonst Autobahnen? Meiner Meinung nach sogar 160 km/h. Die ,Bremser‘ sollen auf der Landstraße bleiben." Bernhard Karoh aus Wieselburg findet die Diskussion, wie viele andere auch, hingegen unnötig: "Wann fangen unsere Politiker eigentlich endlich an, sich um die tatsächlichen Probleme unserer Zeit zu kümmern und hören auf, nur Populismus von sich zu geben?"

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