RespekTiere erhebt schwere Vorwürfe
"Unhaltbare Zustände" in Rinderbetrieb im Bezirk Braunau
- In Österreich ist die dauerhafte Anbindehaltung von Kälbern verboten.
- Foto: RespekTiere
- hochgeladen von Barbara Ebner
Die Tierschutzorganisation RespekTiere hat gravierende Missstände in einem Rinderhaltebetrieb in der Region dokumentiert. Die Bilder werfen Fragen zur Kontrolle und zum Umgang mit Nutztieren auf.
BEZIRK BRAUNAU. „RespekTiere“ macht bedenkliche Zustände in einem Kuhstall im Bezirk Braunau öffentlich. Laut den Aktivisten wurden bei einer unangekündigten Kontrolle zahlreiche Tiere in desolatem Zustand vorgefunden. „Es ist kaum zu glauben, dass solche Zustände im Jahr 2026 noch immer möglich sind“, heißt es vom Verein RespekTiere.
Die dokumentierten Bilder zeigen Rinder, die in engen, verschmutzten Boxen stehen, teilweise ohne ausreichende Einstreu und mit offensichtlichen Verletzungen. Außerdem untergewichtige Kälber, zum Teil ohne Ohrmarken, die an Stricken angebunden sind. Und zumindest eine Kuh, die am Kopf angebunden wurde. Laut der Tierschutzorganisation sollen mehrere Zeugen bestätigt haben, dass schon seit Jahren keine Kuh mehr im Freien gesehen wurde.
- Foto: RespekTiere
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Schlechte Hygiene und Vernachlässigung
Die Organisation berichtet von mangelnder Hygiene, fehlender tierärztlicher Versorgung und einer generellen Vernachlässigung der Tiere. „Wir haben Tiere gesehen, die offensichtlich krank waren und dringend Hilfe gebraucht hätten“, schildert ein Mitglied von RespekTiere.
Die Tierschutzorganisation fordert nun eine lückenlose Aufklärung und strengere Kontrollen durch die zuständige Behörde. „Die Verantwortung liegt bei den Betrieben, aber auch bei den Kontrollinstanzen. Es darf nicht sein, dass solche Missstände über Jahre hinweg unentdeckt bleiben“, so die Organisation.
- Die Kopfanbindung ist gesetzlich verboten.
- Foto: RespekTiere
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Die zuständige Behörde wurde laut RespekTiere bereits informiert, bei der Polizei hat man Anzeige erstattet. Eine Stellungnahme des betroffenen Betriebs liegt bislang nicht vor. Die Tierschutzorganisation appelliert an die Öffentlichkeit, wachsam zu bleiben und Missstände zu melden. „Tierschutz ist keine Option, sondern Pflicht“, heißt es vom Verein.
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