Dialog-Tour
SPÖ legt Schwerpunkt auf Pflege und Schulbau

Besuch im Seniorenheim in Braunau.
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  • Besuch im Seniorenheim in Braunau.
  • Foto: Land OÖ
  • hochgeladen von Barbara Ebner

BEZIRK BRAUNAU (ebba). Am 25. September war der SPÖ-Landtagsklub auf Dialog-Tour im Bezirk Braunau. Den Schwerpunkt legten Landesrätin Birgit Gerstorfer, Klubvorsitzender Landtagsabgeordneter Christian Makor, LAbg. Bürgermeister Erich Rippl und Nationalrats-Kandidatin Gabriele Knauseder auf die Themen Pflege und Schulbau.

„Wir suchen das Gespräch mit Pflegebedürftigen, Pflegefachkräften und natürlich auch mit jenen, die im Familien- und Verwandtenkreis pflegen“, so Rippl. Eine tragende Rolle bei der Entlastung pflegender Angehöriger sollen künftig Tageszentren spielen. Hier können Senioren stundenweise oder ganztags professionell betreut werden, während sich die pflegenden Angehörigen erholen oder wichtige Erledigungen durchführen. „Mein Ziel ist es, das bestehende Netz an Tageszeiten weiter auszubauen“, so Gerstorfer. Aktuell werden im Bezirk Braunau 14 Tagesbetreuungsplätze angeboten.

Mit der Nummer 051/775 775 gibt es in OÖ seit 1. September eine neue Pflege-Hotline. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Informationen hat das Sozial-Ressort in Kooperation mit der Caritas außerdem die Plattform pflegeinfo-ooe.at ins Leben gerufen. Kostenlose und vertrauliche Beratung gibt es auch in den fünf Sozialberatungsstellen im Bezirk.

Starker Anstieg an Pflegebedürftigen

Die Zahl der 80-Jährigen und älteren Menschen wird im Bezirk Braunau bis 2035 um rund 40 Prozent steigen. Die Zahl der Pflegebedürftigen dürfte zwischen 2020 und 2035 um rund 32 Prozent zunehmen. Für die Betreuungs- und Pflegeleistungen bedeute das einen notwendigen Ausbau der Mobilen Dienste, den raschen Ausbau von Tagesbetreuungen und das Bereitstellen von alternativen Wohnformen für die wohnortnahe Betreuung von Menschen mit niedrigeren Pflegestufen. Der Bezirk Braunau ist einer von insgesamt fünf Pilot-Standorten für Alternative Wohnformen in OÖ. Das Generationenprojekt „Kleeblatt“ soll in der Gemeinde Lengau entstehen.

Pflegepersonal dringend gesucht

Bis zum Jahr 2025 werden allein in OÖ bis zu 1.600 zusätzliche Fachleute gebraucht. Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer hat dazu ein Maßnahmenpaket vorgelegt, welches vorsieht: Dass alle Ausbildungen in der Altenarbeit kostenlos angeboten werden – die Finanzierung erfolgt über das Sozialressort. Der Lehrgang „Junge Pflege“, der einen Ausbildungsbeginn nach der
Pflichtschule ermöglicht, erweise sich als Erfolgsmodell. Im Herbst startet der nächste Lehrgang in Ried. Erstmals gibt auch es die Möglichkeit für verkürzte Ausbildungen. Durch das Blocken könne die Ausbildungsdauer um fünf Monate verkürzt werden, um früher zu arbeiten zu beginnen. Sogenannte „Teilzeit-Ausbildungen“ würden forciert, um auch jene Personen anzusprechen, die neben der Ausbildung arbeiten wollen oder Betreuungspflichten haben. Auf Druck des Sozialressorts wurde das Fachkräftestipendium des AMS wieder für die Ausbildungen in der Altenarbeit geöffnet, wodurch auch während der zweijährigen Ausbildung ein Einkommen garantiert ist. Das Sozialressort hat sich außerdem entschlossen, weiterhin die Ausbildung für diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger bis 2023 kostenlos anzubieten. Ziel sei, die Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte zu verbessern. Der Mindestpflegepersonalschlüssel werde im Herbst überarbeitet.

Defizite beim Schulbau – Innviertel braucht Offensive

Klubvorsitzender Christian Makor zeigte Defizite beim Thema Schulbau auf: Insgesamt über eine halbe Milliarde an notwendigen Schulbau-Investitionen seien beim Land OÖ „angemeldet“ und der Schulrucksack werde immer größer. Die Gemeinden müssen oft lange warten, bis notwendige Projekte freigegeben werden. Im Bezirk Braunau sind derzeit acht Schulbauten baureif, bewilligt und warten auf Finanzierung, im Falle der NMS Hochburg-Ach schon seit 2002. Genehmigungsfähige Schulbauten, die noch auf ihre Bewilligung warten, gibt es im Bezirk drei. Eine weitere Kategorie der Schulbau-Warteliste umfasst die beim Land bereits angemeldeten Projekte, die aber noch nicht genehmigungsfähig sind. Das seien derzeit 14 Vorhaben (alle Daten stammen vom April 2019).

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