Bauern kämpfen um faire Produktpreise

Fühlen sich als Bauern nicht fair behandelt:  Bauernbund-Bezirksobmann für Bruck Johann Madertoner, Bauernbund-Bezirksobmann für Mürzzuschlag Johann Eder-Schützenhofer und Bezirksbäuerin Monika Krautgartner.
  • Fühlen sich als Bauern nicht fair behandelt: Bauernbund-Bezirksobmann für Bruck Johann Madertoner, Bauernbund-Bezirksobmann für Mürzzuschlag Johann Eder-Schützenhofer und Bezirksbäuerin Monika Krautgartner.
  • hochgeladen von Angelika Kern

Bekamen die heimischen Bauern im Jahr 2014 noch 33 Prozent vom Milchpreis, sind es heuer nur noch 28 Prozent (siehe auch Preisangaben weiter unten). "Der gerechte Anteil am Produkt sinkt immer weiter", zeigt sich der Brucker Bauernbund-Bezirksobmann Johann Madertoner besorgt. Die Folge: Für viele Betriebe, vor allem jene, die vom Verkauf von Fleisch oder Milch leben, geht sich das wirtschaftlich nicht mehr aus. "Um zu überleben, bleibt vielen nur der Weg in den Nebenerwerb oder die Kostendeckung durch den eigenen Wald zu erreichen", zeichnet Johann Eder-Schützenhofer, Bauernbund-Bezirksobmann für Mürzzuschlag ein tristes Bild. Und das wirkt sich auch auf die Zukunft auf: "Das ist nämlich für die nächste Generation leider sehr oft ein Grund, den Familienbetrieb nicht weiterführen zu wollen", sagt dazu Bezirksbäuerin Monika Krautgartner.
Um vor allem die Bevölkerung auf die Situation aufmerksam zu machen, gehen am kommenden Samstag steiermarkweit Bauern auf die Straße, um für faire Preise zu demonstrieren. "Wir treffen uns um 10.30 Uhr bei der Bezirksbauernkammer in Bruck und fahren bzw. gehen dann gemeinsam zum Hauptplatz. Dort gibt es um 11 Uhr eine kleine Kundgebung, wobei auch Sackerl mit heimischen Produkten verteilt werden", erklärt Madertoner.

Die Preise

Seit Jahren ist jener Anteil, den die heimischen Bauern für ihre regionalen Produkte bekommen, im sinken. Besonders drastisch ist dieser Preisverfall am Beispiel Milch zu sehen: bekamen Bauern im Jahr 2014 noch 33 Prozent vom Handelspreis, liegt dieser Anteil mittlerweile bei nur noch 28 Prozent - also ein Preisverfall von fünf Prozent allein innerhalb eines Jahres.
Diesen Anteil bekommt der Bauer vom Produktpreis, den KonsumentInnen im Handel bezahlen:
Fleisch: 13 Prozent
Eier: 30 Prozent
Äpfel: 10 Prozent
Paradeiser: 12 Prozent
Erdäpfel: 14 Prozent
Um auf diesen Preisverfall aufmerksam zu machen, und um Konsumenten dazu zu bewegen, im Supermarkt verstärkt zu regionalen Produkten zu greifen, findet am kommenden Samstag steiermarkweit ein Demonstrationstag statt. Beginn am Brucker Hauptplatz: 11 Uhr.

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