Frischer Wind rund um die Basilika

Frischer Wind: Andreas Schweiger, Geschäftsführer der Mariazellerland GmbH, will das Image des Wallfahrtsortes auffrischen.
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  • Foto: Anna Scherfler
  • hochgeladen von Markus Hackl

Andreas Schweiger hat als Geschäftsführer der Mariazellerland GmbH engagierte Pläne für 2020.

Seinen großen "Schatten" Johann "Kleini" Kleinhofer hat er verloren, der ist jetzt Bürgermeister. Der Mariazeller Advent war seine erste große Bewährungsprobe als alleiniger Geschäftsführer der Mariazellerland GmbH. Im WOCHE-Gespräch erzählt er über seine ambitionierten Pläne für 2020.

Wie zieht der Geschäftsführer Bilanz über "seinen" ersten Mariazeller Advent?
ANDREAS SCHWEIGER: Es war ja mit dem 20. Mariazeller Advent unser Jubiläumsadvent. Das Rahmenprogramm trug noch deutlich Kleinis Handschrift, aber besonders im Konzertbereich durfte ich bereits mitmischen. Mittlerweile darf ich behaupten, dass das einzigartige Kulturprogramm, beginnend von den Sängerknaben bis zur Musical-Night, immer ausverkauft war und mittlerweile auch ohne Subvention auskommt. Ansonsten darf ich auf ein eingespieltes Team vertrauen, da passt jeder Handgriff.

Wird sich am Konzept des Mariazeller Advents etwas ändern?
Viele Adventhütten wurden bereits erneuert, einige fehlen noch. 2020 wollen wir uns im selben Stil und in gleicher Optik präsentieren. Vom Thema her wollen wir zurück zum Ursprungsgedanken – hin zur echten, traditionellen Handwerkskunst. Leider gibt es viele Handwerker in unserer Region nicht mehr, schauen wir einmal, wie sich das umsetzen lässt.

Wird man 2020 auch die Bürgeralpe in den Advent einbinden?
Den Gedanken gibt es, aber es soll keine Konkurrenzveranstaltung werden. Wenn es sich ergänzen lässt, dann sehr gerne. Zudem würde es den Advent in der Stadt in die Wiener Straße ausdehnen lassen.

Was darf man ansonsten im Jahr 2020 in Mariazell erwarten?
Derzeit erarbeiten wir eine Imagekampagne für Mariazell. Wir wollen einen ,Mariazellfilter' kreieren, der sich wie ein roter Faden durch unsere Vermarktungslinie zieht – von Facebook bis zu den einzelnen Hotelbroschüren. Weiters wurde uns mein erstes Leaderprojekt 'Heilige Orte, heilige Wege' genehmigt. Wir haben 30 heilige Orte rund um die Basilika, die Wege dorthin werden beschildert und mit Thementafeln, die von Pater Superior Michael Staberl historisch aufbereitet werden, ausgestattet. Ausgangspunkt wird immer die Basilika sein – also Pilgern in entgegengesetzter Richtung.

Gibt es noch weitere Pläne?
Ja, natürlich. Das Stadtfest werden wir wiederbeleben, mit neuem Konzept. Aufgrund des großen Erfolges der Sänger- und Musikantenwallfahrt 2018, die jetzt alle vier Jahre stattfinden wird, wird es heuer im September die erste Schützenwallfahrt geben. Und von 9. bis 11. Oktober gibt es anlässlich 125 Jahre Naturfreunde eine Bergsteigerwallfahrt, dazu organisieren wir das Rahmenprogramm mit. Gerlinde Kaltenbrunner, Peter Habeler und Wolfgang Nairz haben bereits ihr Kommen angekündigt.

Und übers Jahr 2020 hinaus?
Ab 2021 wollen wir mit der Eröffnung der Wallfahrtssaison im April auch gleich den Startschuss für einen Mariazeller Kulturfrühling setzen, mit einem Klassikschwerpunkt, vielleicht ein bisschen Cross-over. Alle Konzerte werden in der Basilika stattfinden.

Wird es die "Bergwelle" wieder geben?
Nein, sicher nicht mehr in dieser Form. Heuer wird auf der Bürgeralpe der zweite Bauabschnitt mit Bergarena und Bergrestaurant fertiggestellt. Da ist nur Platz und Zeit für drei Konzerte (Seer, Edlseer und kleine Schlagernacht). 2021 kommen wir mit neuem Konzept. Ideen dazu habe ich schon, verraten will ich noch nichts.

Im Detail: Mariazellerland GmbH:

Die Mariazellerland GmbH wurde 2000 gegründet. Seit 2004 kümmert sich die Gesellschaft schwerpunktmäßig um die touristische Vermarktung des Mariazeller Landes. Von der Angebotsentwicklung, Werbemittelgestaltung, Pressearbeit bis zu inszenierten Messeauftritten reicht die Gesamtbetreuung im Auftrag des Tourismusverbandes Mariazeller Land.

An der Mariazellerland GmbH sind als Gesellschafter beteiligt:
• Stadtgemeinde Mariazell (66,29 Prozent);
• Tourismusverband Mariazellerland (25 Prozent);
• Mariazeller Bürgeralpe Seilbahnbetriebsgesellschaft m.b.H. (15 Prozent);
• Gemeinde Mitterbach (8,71 Prozent).

Mehr Infos zur Mariazellerland GmbH

Autor:

Markus Hackl aus Bruck an der Mur

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