Ein Optiker setzt auf heimische Produkte

Vor seinem neuen Geschäft am Hauptplatz
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1977 eröffnet das Ehepaar Nömayr gemeinsam mit Wolfgang Schmidberger ein Optik-Geschäft direkt an der Minoritenkirche. Acht Jahre später bezogen sie das Geschäft am Minoritenplatz, das bis heuer im Juli der traditionsreiche Standort für Optik Nömayr war und für Qualität bürgte. Bereits vor 17 Jahren stieg der Sohn, Martin Nömayr, ins Geschäft ein und heuer im Juli erfüllte er sich einen Herzenswunsch. „Seit fünf Jahren suche ich schon nach einer geeigneten Immobilie, in der ich auch mein Geschäft führe. Jetzt habe ich mein Traumobjekt direkt am Tor zum Hauptplatz gefunden“, sagt Martin Nömayr glücklich.


Neue Philosophie

Mit dieser Übersiedelung, die mehr Laufkundschaft bringt und auch Stammkunden wegen der besseren Parkplatzsituation freut, änderte er auch seine Philosophie. Nömayr achtet beim Einkauf nun noch mehr darauf, österreichische und europäische Produkte zu kaufen. Der Markt sei überschwemmt mit Produkten aus Übersee und man könne aus rund 1000 Produkten wählen. Aber da man nicht alles anbieten kann, setzt er auf „ weniger ist mehr“ und bietet im neuen Geschäft rund 20 Marken an, die Hälfte davon kommt aus Österreich.

Arzt und/oder Optiker

Viele fragen sich, ob man überhaupt noch zum Augenarzt muss, um eine Brille zu kaufen. Nömayr rät dazu, alles Medizinische wie Augendruck usw. auf jeden Fall vom Arzt abklären zu lassen. Aber für die reine Sehstärkenbestimmung selbst und für die Kontaktlinse sei der Optiker ausreichend. Bei Nömayr stehen zwei Meisteroptiker für die professionelle Bestimmung mit hochmodernen Geräten zur Verfügung. Danach wird die Fassung ausgesucht, die Gläser werden bestellt, um sie dann wieder vor Ort einzuschleifen und einzupassen. Das ganze dauert in etwa 3-5 Tage.

Mitbewerb belebt

Obwohl am Hauptplatz und in der Mittergasse fünf weitere Optiker angesiedelt sind, hat Nömayr sich für diesen Standort entschieden, oder vielleicht sogar gerade deswegen: „Konkurrenz oder Mitbewerb beleben den Markt. Viele Leute aus den Randgemeinden wie Niklasdorf oder St. Lorenzen können wir nun dazu bewegen, nicht nach Graz oder Leoben sondern nach Bruck zu fahren. Hier können sie innerhalb kurzer Zeit alle Geschäfte abklappern und danach entscheiden, wo sie kaufen. Einer berät deren Meinung nach besser oder arbeitet genauer oder hat eben genau die lang ersehnte Fassung. Und das wechselt sich ab. Ich glaube, jeder von uns profitiert davon.“

Hören und Sehen gehört zusammen

50 % der Optiker bieten auch schon etwas für das bessere Hören an, weil das Klientel ähnlich ist, so auch Martin Nömayr, selbst auch Akustikmeister. Als traditioneller Optikermeister gibt es im Geschäft auch Fernrohre, Feldstecher und Thermometer.

Die Brille als Statussymbol

Laut Martin Nömayr werden die Kunden jünger. Das liege daran, dass die vermehrte Arbeit mit PCs, Handys es einerseits medizinisch verlangt, weil es anstrengender ist für die Augen, aber sicher auch an der größeren Auswahl an Designerfassungen, die man schon fast haben muss. Im Trend liegen wieder größere, rundliche Brillen im Kunststoffbereich und bei den Sonnenbrillen punkten die verspiegelten.

Worauf es ankommt

Wichtig ist Martin Nömayr und seinem Team die richtige Auswahl an Produkten, die persönliche und freundliche Beratung, die präzise Sehstärkenbestimmung mit modernster Messtechnik. Und schlussendlich muss nach der Abgabe der Sitz richtig eingestellt werden, was oft vernachlässigt werde.
^Andrea Stelzer

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