17.10.2014, 16:12 Uhr

ISOP gewinnt Kinderschutzpreis

Bei der Preisverleihung: Martina Fasslabend mit Familienministerin Dr. Sophie Karmasin, Mag. Monika Riedel von Raiffeisen mit den Preisträgern für das Projekt "Heroes": Mag.a Sonja Köhler und Mag.a Sandra Jensen (Foto: KK)
Das Projekt „Heroes“ von ISOP Schulsozialarbeit erhält den Österreichischen Kinderschutzpreis 2014. Die offizielle Preisverleihung hat im Rahmen der Kinderrechte-Gala im Palais Liechtenstein in Wien stattgefunden.
ISOP Schulsozialarbeit gibt es seit 2009 auch im NMS HS/RS Bruck/Mur, NMS Kapfenberg-Stadt und NMS St. Marein/Mürztal.
Das Projekt „Heroes“, das mit dem Österreichischen Kinderschutzpreis MYKI 2014 in der Kategorie Gesellschaftliche Integration und materielle Sicherheit ausgezeichnet wurde, ist im Rahmen von ISOP (Innovative Sozialprojekte GmbH) Schulsozialarbeit unter der Leitung von Sandra Jensen von der Schulsozialarbeiterin Sonja Köhler am Ende des Schuljahres 2012/13 an einer 3. Klasse NMS (Neue Mittelschule) in Graz durchgeführt worden.
Ziel des Projektes war es, den Jugendlichen eine lebensweltorientierte sowie kreative und lustvolle Möglichkeit zu bieten, sich mit ihrer eigenen beruflichen Zukunft zu beschäftigen und somit eine Ergänzung bzw. Vertiefung zur schulischen Berufsinformation und –vorbereitung zu schaffen.

Im Projekt „Heroes“ wurde den Jugendlichen die Aufgabe gegeben, ihre Vorbilder zum Thema Schule und Beruf zu interviewen, um daraus eine Radiosendung in Kooperation mit „Radio Helsinki“ zu gestalten.
Diese Sendung wurde dann weiter verwendet, um mit SchülerInnen, die vor dem Beenden ihrer Schulpflicht stehen, das Thema Schulabschluss und berufliche Zukunft auf eine kreative und anregende Weise zu bearbeiten.
Es wurde ein innovativer Präventionsansatz zum Thema Jugendarbeitslosigkeit unter direkter Partizipation von Jugendlichen in prekären Lebensumständen und deren LebensweltpartnerInnen gewählt.

Das Ziel des Projektes war die Auseinandersetzung der SchülerInnen mit ihrer beruflichen Zukunft und mit dem Thema Schulabschluss (auch in Gedanken nur für sich). Laut der Schulsozialarbeiterin Sonja Köhler haben sich manche wirklich sehr ernsthaft mit dem Thema auseinandergesetzt. Sie konnte mit ein paar SchülerInnen ein sehr offenes Gespräch über ihren schulischen Ist-Stand führen sowie berufliche bzw. generelle Zukunftswünsche.

Im Rahmen der Aufnahmen in der Schule sind die SchülerInnen langsam selbstbewusster geworden was öffentliches Sprechen angeht - zuerst wollte nur eine Person ins Mikro sprechen, dann waren - bis auf eine - alle freiwillig dabei.
Das Projekt wird aufgrund seines Erfolges in diesem Schuljahr auch an anderen Schulen in angepasster Form von den ISOP SchulsozialarbeiterInnen durchgeführt werden.

ISOP steht für Innovative Sozialprojekte und ist eine interkulturelle, parteipolitisch unabhängige Nonprofitorganisation, die sich seit 1987 einsetzt für
Chancengleichheit in der Gesellschaft und am Arbeitsmarkt durch Initiierung und Umsetzung von Sozial-, Bildungs- und Kulturprojekten
Verteilungsgerechtigkeit und Inklusion durch eine aktive Sozial-, Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik
Menschenrechte und Antidiskriminierung in der Asyl- und Migrationspolitik.
Zentrales Ziel der Schulsozialarbeit ist, Kinder und Jugendliche im Prozess des Erwachsenwerdens zu begleiten, sie bei einer für sie befriedigenden Lebensbewältigung zu unterstützen und ihre Kompetenzen zur Lösung von persönlichen und/oder sozialen Problemen zu stärken.
Schulsozialarbeit fördert die individuelle und soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen – unter besonderer Berücksichtigung der unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen und Burschen -, indem sie an der Schule Aktivitäten anbietet, durch die SchülerInnen über das schulische Angebot hinaus ihre Fähigkeiten entfalten, Anerkennung erfahren und soziale Prozesse gestalten können. Dabei versteht sich Schulsozialarbeit als Bindeglied zwischen SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern, indem sie Handlungsweisen der Sozialarbeit und Sozialpädagogik in die Schule einbringt.
ISOP Schulsozialarbeit wird mehrheitlich von Stadt Graz Bildung und Integration und dem Land Steiermark A6 – Bildung und Gesellschaft finanziert. Einige spezielle Projekte werden zusätzlich auch vom Europäischen Sozialfonds bzw. dem Bundesministerium für Bildung und Frauen gefördert.
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