11.07.2013, 16:48 Uhr

Initiativ für Österreich 2025 – Verein zur Förderung der Energieeffizienz gibt neue Impulse

Hochrangige Gäste referierten v.l. Wolfgang Horn, Rudolf Edlinger W2 Energy, Kom.Rat Hans Roth Saubermacher, LR Hans Seitinger, Meinungsforscherin Sophie Karmasin, Prinz Alfred Liechtenstein, Bgm. Josef Wallner, sowie Moderator Günther Hraby
Deutschlandsberg: Burg Deutschlandsberg |

Wie sieht es mit dem geplanten Pumpspeicherkraftwerk Koralm aus, welche neuen Innovationen in der Abfallwirtschaft gibt es, Smart Satellite Deutschlandsberg und E-Mobilität, oder die Nachhaltigkeitsinitiative „Dezentrale Energieversorgung“ waren nur einige interessante Themen, zu der der VFE (Verein zur Förderung der Energieeffizienz) am Montag, dem 24. Juni im Ambiente der Burg Deutschlandsberg einlud.

Hochrangige Vertreter aus Politik, gewerblichen Wirtschaft Industrie, Medien und Universitäten sorgten mit ihren Beiträgen für einen spannenden Abend in dessen Mittelpunkt das Nachhaltigkeits-Programm Österreich 2025 erörtert wurde.
Als Gäste konnte Dr. Wolfgang Horn Bürgermeister Josef Wallner, LR Hans Seitinger DI Prinz Alfred Liechtenstein und die Meinungsforscherin Dr. Sopie Karmasin neben rund 100 Gästen willkommen heißen.
„Wir richten bewusst der großen Herausforderung die innovativen Branchen Bau, Heizung, Sanitär, Elektrotechnik, Infrastruktur und Energie den Blick auf die Zukunft“ begrüßte Dr. Wolfgang Horn als Obmannstv. des Vereins einleitend die Gäste.

Politik hilft Projekte umzusetzen

LR. Hans Seitinger zeigte auf, dass 2050 über 100 Prozent mehr Energie verbraucht werde als heute und der Anteil an erneuerbaren Energie derzeit rund 25 % beträgt. Es müssen Versorgungssicherheit, die regionale Wertschöpfung und der Klimaschutz zukünftig in den Vordergrund gestellt werden. Neben ausreichenden Ressourcen sind Bewusstseinsbildung, Energieeffizienz, Energiesparen, sowie frisches Geld für Förderungsmaßnahmen in erneuerbare Energie genauso wichtig wie intelligente Ideen der E-Mobilität, oder die Erstellung eines Ressourcen-Katasters. Die Aufgabe der Politik ist es, so Seitinger die geforderten Ziele in den nächsten 20 Jahren gezielt umzusetzen.

Größtes Speicherpumpkraftwerk auf der Koralm

Der Pumpspeicher auf der Koralm wird 155m³ Wasser pro Sekunde auf insgesamt vier Maschinensätze des Kraftwerks bringen, welche eine Leistung von 972 MW erzeugen, wie DI Prinz Liechtenstein erwähnte. Der erzeugte Strom – für acht Stunden Laufzeit wurde der Speicher ausgelegt – wird in die bestehende 380KV Leitung eingespeist Die Bauphase wird alleine 48 Monate betragen, wobei in Summe über sieben Jahre von der Planung bis zur Fertigstellung anberaumt sind.
Die Unterstützung der österreichischen Großprojekte wie etwa das Pumpspeicherkraftwerk und die Koralmbahn sind Kernaufgaben des Landes erwähnte LR Seitinger.
Mit dem Thema Umwelt aufwerten -Abfälle verwerten zeigte Kom.Rat Hans Roth neueste Entwicklungen in der Abfallbewirtschaftung auf. So werde in der Zementindustrie etwa durch den Ersatzbrennstoff Abfall 65% eingespart, mit dem Ziel in Zukunft 99 % einzusparen. Neue Herausforderungen der Abfallwirtschaft sind etwa Recycling von E-Autos, Akkus, und Handys mittels neuer Entsorgungstechnik.
Eine weitere These zeigte Rudolf Edlinger mit dem Thema dezentrale Energieversorgung auf. Wasser Wind, Sonne und Wald stellte er als dezentrale Lösungen vor, wobei in der Region Wertschöpfung erhalten bleibt. Ebenso zeigte er zukunftsversprechende Möglichkeiten auf, Energie aus Abfallstoff auf regionaler Ebene zu nutzen.

Zukunftsperspektiven

Dr. Sophie Karmasin gab als Meinungsforscherin eine Zukunftsperspektive über Konsumverhalten und Megatrends der ÖsterreicherInnen bis 2025. Themen wie Recycling, Energie und Technik waren genauso interessant, wie neue Herausforderungen in der Kommunikation, das neue Wohnen und Mobilität in allen Lebensbereichen.
Angesicht des fortgeschrittenen Zeitrahmens zu dem interessanten Themen fielen die Tischrunden zu den Themen E-Marke Österreich – die Zukunft ist elektrisch, PV und intelligentes Energiemanagement, sowie Nachhaltigkeit in der Wasserversorgung eher kurz aus.

Text und Foto(s): Josef Strohmeier
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