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Bodenversiegelung PUR

Während auf Bundesebene Maßnahmen gegen den Klimawandel in aller Munde sind, wird auf Landesebene mit vollem Elan dagegen gearbeitet. Ein ORF – Beitrag (https://orf.at/stories/3131263/) zeigt schön die Problematik der steigenden Hitze auf und weist auf das im Hintergrund vedeckte Problem der Raumordnung hin. Die Zersiedelung und Zubetoniererei zeigt nämlich bereits jetzt ihre Auswirkungen mit Hitzewellen (Borkenkäferplage, Ernteausfälle, fehlendes Trinkwasser usw.) - auch im Waldviertel. Niederösterreich hat sich in dieser Kategorie bisher besonders hervorgetan. Das „Lebensmodell Auto“ wurde hier vorbildlich umgesetzt – koste es für Mensch und Umwelt was es wolle.

Politische Entscheidung für Bahn überfällig!

Dass die Mobilität im Waldviertel in vielen Fällen auch in Zukunft ein Auto brauchen wird steht ausser Frage. Vor allem als Zubringer zur Bahn und dort, wo es keine Öffis gibt. Jedoch müssen lange Fahrten in die Zentren mit der Bahn besser werden und eine wirkliche Alternative für jene darstellen - die auf ein eigenes Auto verzichten wollen. Hier stehen wir jetzt vor einer histrorischen Chance und der Wahl zwischen zwei Möglichkeiten. Entweder wird die FJB modernisiert und damit „Vollausgebaut“ oder es kommt die internationale Transitschneise „Europaspange“ - welche auch als Waldviertelautobahn angepriesen wird. Die Entscheidung wird jedoch seit Jahren systematisch hinausgeschoben, obwohl der Hut schon brennt. Hier muss die Landespolitik endlich für ein Bekenntnis sorgen und die jahrzehnte lange Blockade des Bahnausbaus und die Bevorzugung des Straßenverkehrs endlich aufgeben.

Infrastruktur und Bodenversiegelung bzw. Flächenverbrauch

Wie viel Fläche würde die Begradigung und der Vollausbau der FJB verbrauchen. Das ist kaum erwähnenswert und wäre in ein paar Jahren umsetzbar, zeigen Berechnungen. Die internationale Transitschneise „Europaspange“ hingegen würde unglaubliche 2000 Hektar nutzbaren Boden verschlingen. Die Hagelversicherung zeigt das Problem seit Jahren auf und rührt auch medial die Werbetrommel für weniger Bodenverbrauch. Auf ihrer Homepage finden sich viele prominente Unterstützer https://www.hagel.at/initiativen/bodenverbrauch/.

Gleichzeitig widerspricht der Bau dieser Autobahn eindeutig den Klimazielen Österreichs. Das ist vorab schon klar – ohne strategische Prüfung durch Experten!

Liebe Entscheidungsträger - Blicken wir nach Vorne statt nach Hinten

  • Wir brauchen rasch eine „vollausgebaute FJB“ für uns WaldviertlerInnen – anstelle einer Betonschneise durch die Transitregion NÖ-Nord!
  • Wir brauchen ein ansprechendes Öffi-Ticket für die Waldviertler Fahrgäste – anstelle einer Freifahrt für die internationale Transportlobby durch das Waldviertel.
  • Wir brauchen einen internationalen Bildungscampus an der Bahn, im zentralen Waldviertel - anstelle tausender internationaler Lkw-Fahrer die durch das Waldviertel brettern.
  • Wir brauchen Microterminals an der Bahn für einen sauberen Frachtverkehr - anstatt Kolonnen von internationalen Lkw-Flotten die durch unsere Region durchziehen und Dreck und Lärm hinterlassen.

Eure Intitiative Pro FJB

Autor:

Gerald Hohenbichler aus Hollabrunn

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