Grazer Gemüse aus dem Wohngebiet

Bunte Vielfalt in der grünen Kiste: Franz Pölzl (junior und senior) bauen am Fuße des Ruckerlbergs jede Menge frisches Gemüse an.
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  • Foto: Jorj Konstantinov
  • hochgeladen von Christoph Hofer

Der Grazer Ruckerlberg: bekannt für schöne Häuser, wenig Verkehrslärm, einen atemberaubenden Blick auf die Stadt und ... Kürbis- und Kartoffelanbau? Kein Scherz, liegt das Anbaugebiet der Familie Pölzl doch wirklich mitten in der Wohngegend.
Auf einer Gesamtfläche von rund fünf Hektar werden seit den 80er-Jahren sämtliche Gemüsesorten angebaut. "Wir können insgesamt auf eine fast 200-jährige Familiengeschichte in Waltendorf zurückblicken, im Jahr 1969 wurde vom landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetrieb mit Tierhaltung dann langsam mit Gemüseanbau begonnen", denkt Franz Pölzl an eine Zeit zurück, wo am Kaiserwaldweg noch Kühe auf die Weide auf- und abgetrieben wurden.

Hummeln und Tomaten

Heute ist davon nichts mehr zu sehen, vielmehr zieren zahlreiche Folientunnel das Areal. "Die Paradeiserernte ist natürlich voll im Gange", verweist Pölzl auf die verschiedenen Sorten, die nach und nach reif werden. Bereits Mitte März setzt man im Familienbetrieb die ersten Paradeiser, dies wird durch den Einsatz von Nützlingen begünstigt. "Unsere Paradeiser werden von Hummeln bestäubt."

Grazer Melonen

Die Naturverbundenheit spielt überhaupt eine große Rolle: "Wir waren einer der ersten steirischen Betriebe, die Schädlinge mit Nützlingen bekämpft haben." Trotz neuer Bedrohungen, wie Maiswurzelbohrer und anhaltender Dürre, kann Pölzl eine breite Gemüsepalette – von Karotten, Paprika, über Melanzani bis zum Grazer Krauthäuptel – anbieten.
So negativ die Auswirkungen des Klimawandels für die Landwirte sein mögen, eine positive Veränderung kann man am Hof bereits beobachten. "Ich habe im Vorjahr begonnen, süße Wassermelonen anzubauen. Es hat tatsächlich funktioniert, mittlerweile sind sie nicht mehr wegzudenken." Diese und andere Erzeugnisse, wie Kürbiskernöl, verkauft die Familie im Hofladen in der Waltendorfer Hauptstraße. "Alles bio und saisonal – wir merken, dass die Kunden das verstärkt fordern."

Graz und sein Gemüse

Betriebe mit landwirtschaftlich genutzter Fläche: 298
Marktfruchtbetriebe: 50
Dauerkulturbetriebe: 19
Bio-Betriebe: 11
Infos zu Pölzl: www.poelzl.at

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Da schau her: Franz Pölzl jun. mit der Grazer Honigmelone

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