15.11.2017, 11:10 Uhr

Neue Töne von Grazer Bands

Haben gerade ihre EP "Drei" veröffentlicht: Sado Maso Guitar Club (Foto: Iris Moustakidis)

Von Ska-Punk über Hip-Hop bis Metal: Bands aus Graz präsentieren neues Material

Ob Bilderbuch, Wanda oder Olympique – Österreichs Bands lassen gerade ordentlich von sich hören. Und auch in Graz tut sich musikalisch einiges: „Wir haben sicher an die 300 bis 400 Bands in der Stadt“, weiß Hubert Hierzmann von wakmusic. Der Verein zur Förderung junger Bands betreibt unter anderem den Club wakuum in der Griesgasse und veranstaltet etwa 150 Konzerte pro Jahr – da kennt Hierzmann die Szene: „Zur Zeit gibt es ein bisschen einen Trend zu Progressive Rock, Art Rock und Noise Rock“, erzählt Hierzmann.
„Nach wie vor lebt der Punk in Graz, Metal ist auch stark vertreten. Aber wir haben eine so bunte Band-Landschaft, dass ich gar nicht genau sagen kann, was gerade ,in‘ ist.“ Sicher ist sich Hierzmann hingegen, dass Graz den Vergleich mit Wien nicht zu scheuen braucht – und die musikalische Vielfalt in der Murmetropole gibt ihm recht: Einen kleinen Eindruck soll unsere Grafik (am Ende der Bildgalerie) vermitteln.

Rock ’n’ Roll in der Uni

Neues Material gibt es etwa von Sado Maso Guitar Club. Das Quintett hat sich dem Rock ’n’ Roll im Stil der 60 Jahre verschrieben – und kombiniert diesen gerne mit originellen Videos: In „Set Me Free“ wird die Karl-Franzens-Universität etwa zur Psychiatrie umfunktioniert, der Clip zum Song „M.Y. L.O.V.E.“ zeigt Porträts von Menschen aus Graz. Anfang November ist die neue EP „Drei“ erschienen – die gleichzeitig der erste Teil eines Albums sein soll: „Mittlerweile hören sich die Leute kaum noch ein ganzes Album durch an und auch für uns war es weniger Arbeit,“ wie Sänger und Gitarrist Matthias Krejan schmunzelnd erklärt. Teil zwei soll nächstes Jahr folgen.

Xafer veröffentlichen dieser Tage mit „Pastis“ ihr Debütalbum – der Titel ist übrigens vom gleichnamigen Grazer Lokal inspiriert. Die Band vereint in ihrer Musik unter anderem Alternative Rock, Balkan Brass und Zirkusmusik. Gründungsmitglied Wolfgang Nocker beschreibt diese Mischung als „Instrumentalmusik mit melancholischer Fröhlichkeit“. Live erleben kann man diesen einzigartigen Mix am Donnerstag in der Postgarage, wo Xafer ihre CD vorstellen.

Kleine Schwester

Eine geballte Ladung heimischer Musik gibt es übrigens von 23. bis 25. November beim Styrian Sounds, dem Festival der steirischen Popkultur, im p.p.c. zu hören. Dort präsentieren auch I love milk. ihre neue EP: „Jellyca“ nennt sich die „kleine Schwester“ des letzten Albums „Jelly“, wie Sänger Michael Pettenhofer erklärt. Gestartet wurde das Projekt als Duo mit Cello und Gitarre bzw. Klavier. Vergangenes Jahr kam das Schlagzeug dazu: „Die EP soll eine Verbindung zum neuen Sound herstellen.“

Ebenfalls beim Styrian Sounds treten Redneck Jonsn auf: Die Alternative-Hip-Hop-Formation, die heuer ihren Song „Money“ herausgebracht hat, schreibt gerade an einer EP. 2018 warten aber auch andere Grazer Bands mit Neuem auf: Im Jänner wollen Suncrust mit der Single „Wolves“ einen Vorgeschmack auf die kommende CD geben. Und auch Fans von Metal und Ska-Punk dürfen sich freuen – Leons Massacre und die Mighty Maggots arbeiten derzeit an neuem Material, das 2018 erscheinen soll.
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