24.09.2014, 09:03 Uhr

Applaus ist unser Lohn

Lachtränen stehen heuer bei der „Pension Schöller“ ab dem 3. Oktober im Sommerrefektorium Stift Rein auf dem Programm. (Foto: Michael Nager)

Der steirische Faust weckte schlafende Hunde, der Arnfelser Jedermann legte dem Verein „Theater am Hof“ die Latte extrem hoch und in der Pension Schöller bleibt kein Auge trocken.

Von Rena Eichberger
Wenn sich der Vorhang hebt, ist es kein Bauernschwank, den das Publikum zu sehen bekommt. Dieses sitzt auch nicht in ländlicher Idylle, sondern in sehr edlem Ambiente. „Theater am Hof“ heißt der Theaterverein nur, weil bis zum vorigen Jahr ein Großteil der Proben auf dem Bauernhof von Obmann Anton Brandstätter abgehalten wurde. Mittlerweile finden nicht nur die Aufführungen, sondern bereits die Proben im Stift Rein statt.

Im Rampenlicht

Eigentlich wurde Brandstätter, der sein Herz schon in jungen Jahren ans Theater verloren hatte, lediglich um eine Vorstellung im privaten Kreis gebeten. Doch weil „der steirische Faust“ dermaßen großen Anklang fand, lag die Gründung eines Theatervereins auf der Hand. Seit 2007 folgten alljährlich Adaptierungen bekannter Stücke. „Wir beschäftigen Regisseure, leihen Originalkostüme vom Theaterfundus in Graz und brauchen eine ausgezeichnete Technik – das kostet“, ist Brandstätter unendlich dankbar, dass die begabten Laiendarsteller ohne Gage agieren – rein aus Freude am Spiel. Bleibt Geld übrig, wird es gern gespendet.

Rollenspiele

Die legendären Eifersüchteleien großer Bühnen bleiben dem Theater am Hof erspart. Vor allem jene, die beruflich sehr eingespannt sind, wissen mitunter kleinere Rolle zu schätzen. Schließlich sind nicht nur die Proben von April bis Oktober recht zeitintensiv, auch die teils nicht unbeträchtlichen Textmengen wollen erst einmal auswendiggelernt werden. Schließlich lässt es der Künstlerstolz nicht zu, sich allzu sehr auf die rettenden Worte der Souffleuse zu verlassen. Während die eine Hälfte der 30 Mitglieder auf der Bühne steht, zieht der Rest im Hintergrund die Fäden. Wichtig ist jeder Einzelne. Das letzte Wort bei der Stückauswahl hat aber stets der Obmann.
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