Interkulturelles Frauencafé als Ort des Respekts nominiert

Eintauchen in unterschiedliche Kulturen und voneinander lernen: beim Marokkanischen Nachmittag des Interkulturellen Frauencafés in Fürstenfeld.
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  • Eintauchen in unterschiedliche Kulturen und voneinander lernen: beim Marokkanischen Nachmittag des Interkulturellen Frauencafés in Fürstenfeld.
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HARTBERG-FÜRSTENFELD. Seit 2010 organisiert Sadika Kostmann vom Verein Omega das "Interkulturelle Frauencafé". Dieses vom Bundesministerium und der Österreichischen Gesellschaft für politische Bildung unterstützte Projekt, findet einmal pro Monat statt. Ziel ist die Vernetzung von Österreichischen Frauen und Frauen mit Migrationshintergrund. "Über die Cafés zu unterschiedlichen Themen wie Gesundheit, Kultur, Bildung und Soziales sollen Barrieren und Vorurteile ab- und Brücken aufgebaut werden", so Kostmann. 

Wichtig für Interaktion und Integration

Dass solcherlei Projekte nicht nur wichtig für die Interaktion zwischen Migrantinnen und Österreicherinnen darstellt sondern auch für die Integration zeigt der Erfolg der vergangenen Jahren. Nach dem Start in Hartberg im Jahr 2010 kamen auch Knittelfeld und Feldbach hinzu. Seit vergangenem Jahr gibt es auch ein Frauencafé in Fürstenfeld. Seit heuer gibt es die monatlichen Treffen auch in Gleisdorf und Güssing.
Auch ein Blick auf die Bevölkerungsstatistik der Landesentwicklung Steiermark zeigt, dass solch ein interkultureller Austausch notwendig sei, so Kostmann. Am 1.1.2016 zählte die Steiermark 162.525 Personen mit ausländischer Herkunft. Das sind 13,2 Prozent der steirischen Gesamtbevölkerung. Den größten Anteil hat Graz vor Graz-Umgebung. Der Bezirk Hartberg-Fürstenfeld reiht sich im Bezirksvergleich mit 6,1der Bevölkerung (5.484 Personen) steiermarkweit an zweitletzter Stelle.

Viele sind bereits Stammgäste

Es sei wichtig einen Raum zu schaffen , an dem "frau" sich ungezwungen bei Kaffee und Kuchen unterhalten und austauschen kann und wo das Verbindende und nicht das Trennende im Vordergrund steht, betont Kostmann, dass je nach Thema zwischen zehn bis 25 Frauen pro Frauencafé teilnehmen. Die überkulturellen Themen würden dazu bringen, sich zu unterhalten, die jeweils andere Kultur besser kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen, die auch auf längere Zeit bestehen bleiben.
"Wir haben mittlerweile Frauen, die schon richtige Stammgäste sind. Aus anfänglicher Skepsis wurde positive Neugier. Auch viele Freundschaften sind bereits entstanden."

Austausch und Kontakte knüpfen

In Hartberg wird das Frauencafé im Stibor Center, in den Räumlichkeiten des Vereins Omega, in Fürstenfeld im JUFA Hotel im Obergeschoss des EKIZ Fürstenfeld abgehalten. "Uns ist die Institutionsübergreifende Zusammenarbeit sehr wichtig. Wir sind im engen Kontakt mit Frauen- und Mädchenberatung, Elternberatung, als auch Gemeinden und Schulen", so Kostmann. 

Als Ort des Respekts nominiert

Für ihren Einsatz um das vorurteilfreie Zusammenleben, ist das Interkulturelle Frauencafé nun als "Ort des Respekts 2018" nominiert. Der Preis wurde vom Verein Respekt.net ins Leben gerufen und möchte damit Projekte sichtbar zu machen und die Menschen, die dahinter stehen, vor den Vorhang zu bitten. Ziel ist es aufzuzeigen, wie viel Engagement es in Österreich gibt, Projekte bekannt zu machen, die anderen als Anregungen und Vorbilder dienen können und Mut zu machen, eigene Ideen umzusetzen. Aus allen Einreichungen wurde das Interkulturelle Frauencafé des Vereins Omega in den Vorentscheid gewählt und hat es somit auf die Österreichkarte des Wettbewerbs Orte des Respekts geschafft. 

Vorbildwirkung für andere

Die Initiativen werden auf der Crowdfunding-Plattform Respekt.net öffentlich sichtbar gemacht. Von 9. August bis 23. August 2018 findet das Communityvoting statt. Hier kann jeder User für sein Lieblingsprojekt abstimmen und die Initiative im weiteren Verlauf des Wettbewerbs unterstützen. Die Anzahl der Votings wird bei der finalen Jurysitzung am 3. September miteinbezogen. Auf die drei Bundessieger warten Preise im Gesamtwert von 6.500 Euro.
"Das wichtigste für uns ist jedoch, dass wir durch die Nominierung unser Projekt nach außen tragen können, um vielleicht auch eine Vorbildwirkung für andere Gemeinde zu sein", so Kostmann.

Nächstes Interkulturelle Frauencafé

Nach der Sommerpause findet das nächste Interkulturelle Frauencafé am 25.9.18 um 16 Uhr in der Stadtbibliothek Hartberg statt. Im Rahmen des Nachmittages wird die Initiative der Stadtbücherei Hartberg zur interkulturellen Bibliothekarbeit präsentiert und eine kleine Feier veranstaltet. "Mit einer kleinen „Vorlesestunde“ in den verschiedenen Sprachen, die in der Gemeinde vertreten sind, möchten wir Spaß und Freude zum Lesen erwecken und die „Melodie“ der Sprachen präsentieren", verrät Kostmann. 

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