Wenn "Maipfeiferlklänge" mit "Teufelsgeigen" eine Klangwolke bilden

Handwerkskunst stand im Zentrum des Abschlussfestes der Volksschule Übersbach: Wie so ein "fröhliches" Maipfeiferl entsteht, veranschaulichte Schnitzer Hans Belfin.
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  • Handwerkskunst stand im Zentrum des Abschlussfestes der Volksschule Übersbach: Wie so ein "fröhliches" Maipfeiferl entsteht, veranschaulichte Schnitzer Hans Belfin.
  • hochgeladen von Veronika Teubl-Lafer

Das vergangene Schuljahr stand in der Volksschule Übersbach unter dem Motto "Altes Handwerk". Beim großen Abschlusssfest am Pausenplatz der Volksschule wurde den zahlreichen Festgästen, darunter auch Vize-Bürgermeister Johann Rath, präsentiert, was im vergangenen Schuljahr alles geleistet wurde. "Wir versuchen das ganze Jahr hindurch in allen Unterrichtsgegenständen Vermittlungs- und Kulturtätigkeit zu betreiben. Uns war es wichtig, den Kindern die gelebte Verwurzelung mit der Region und den dort lebenden Menschen kindgerecht näher zu bringen", beschrieb Direktorin Herta Bendekovits.
Dass dies sichtlich gelungen ist, zeigte die Bandbreite an regionalen Handwerkern, die beim Abschlussfest vor Ort waren und den Kindern als auch den Festgästen an den jeweiligen Stationen ihr traditionelles Handwerk vorstellten. Die Volksschüler stellten die einzelnen Handwerke vor, stellten Fragen und erweckten so altes Brauchtum zum Leben.

Vom Besenbinden, Korbflechten bis Spinnen

Erstaunt waren die Kinder am Stand des Instrumentenbauers Stefan Weiß, welche Vielfalt an Instrumenten noch per Hand gebaut werden kann.
Wieviele Handgriffe für einen Besen nötig sind, bis vor der Türe gekehrt werden kann und dass der erfahrene Besenbinder rund 100 Stück im Jahr bindet, das erfuhr man von Walter Mittendrein. Franz Lienhart führte die Kinder in die Kunst des Korbflechtens mit Weidenruten ein. Dass das Spinnen der Rohwolle des Schafes bereits 10.000 Jahre alt ist, das Spinnrad allerdings erst vor 650 Jahren erfunden wurde, erklärte Spinnerin Agnes Pfeifer.

Maipfeiferl-Klänge im Juni

Welche Fingerfertigkeit das ursprünglich aus Italien kommende Klöppel benötigt, veranschaulichte Pepperl Wagner. In Sachen Schneiderei führte Daniela Hohenwarter die Kinder ein, bevor Bräuerin Martina Lorenz die händische Variante des Kukuruz-Raffelns demonstrierte. Besonders begeistert zeigten sich die Kids von Schnitzer Hans Belfin, der vor Ort mit seinen selbst gefertigten "Maipfeiferl" aus Eberesche ein Liedchen trällerte.
Mit dem Elternverein der Volksschule konnte im Anschluss köstliches Steckerlbrot über dem Lagerfeuer gegrillt werden. "Es ist beeindruckend, welche Vielfalt an Handwerkskunst unsere Region zu bieten hat", zeigte sich auch Vize-Bürgermeister Johann Rath stolz. "Durch die Volksschule wird dieses alte Wissen und die Geschichte dazu an die nächste Generation weitergegeben."
Zum Abschluss gaben die 28 Volksschulkinder noch alte Volkslieder zum Besten, die sie mit ihren selbstgebastelten Teufelsgeigen rhythmisch begleiteten.

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