Mit einem dreiwöchigen Laufcamp in Kenia bereitete sich Ursula Kadan auf die Orientierungslaufsaison vor
Ursula Kadan bereitete sich in Kenia vor

Ursula Kadan (7. v. l.) mit ihren lauffreunden beim Camp in Kenia.
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  • Ursula Kadan (7. v. l.) mit ihren lauffreunden beim Camp in Kenia.
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Nach drei Jahren Abwesenheit entschloss sich Österreichs Top-Ortientierungsläuferin Ursula Kadan aus Fürstenfeld wieder für ein Trainingslager in Kiambogo (Kenia) und die Wiedersehensfreude mit Land und Leuten war groß. "Das begann bereits am Flughafen, wo ich vom guten alten Gitonga abgeholt wurde. Er war es auch, der mich 2007 in Empfang nahm, als ich als 19-Jährige zum allerersten Mal ganz allein nach Kenia reiste", schilderte Ursula Kadan den herzlichen Empfang.
Gute Trainingsbedingungen
Am Weg von Nairobi zum run2gether Camp erfreute sich Ursula kadan diesmal an der grünen Landschaft. Bei ihrem ersten Besuch in Kiambogo war das nämlich nicht so gewesen. Damals wurde die Region von großer Trockenheit geplagt und entsprechend braun, ausgetrocknet und staubig war alles. Diesmal war es umgekehrt, Teile des Landes hatten sogar unter schweren Überschwemmungen zu leiden. In Kiambogo selbst war dies zum Glück kein Problem, da das Wasser durch die Hanglage gut abfließen kann und der Boden das Wasser auch ganz gut aufnimmt. "Im Laufe meines Aufenthalts sollte es fast jeden Tag regnen, jedoch immer erst am Nachmittag, abends oder nachts, sodass es das Training nicht beeinträchtigte. Ich legte dann eben sicherheitshalber keine wichtigen Einheiten auf den Nachmittag, sondern erledigte sie in der ersten Tageshälfte", so Kadan.

Akklimatisation war sehr wichtig
Die erste Woche diente wieder der Akklimatisation. Die Laufeinheiten waren noch nicht besonders lang beziehungsweise intensiv, um dem Körper Gelegenheit zu geben, sich an den Sauerstoffmangel in 2.400 Metern Seehöhe zu gewöhnen. "Am Ende der ersten Woche unternahm ich einen zweitägigen Ausflug in die nahegelegene Stadt Naivasha, wo ich mich mit meinen alten Freunden Sammy und Esther traf. Sie waren 2007 beim Thermenland Open in Österreich zu Gast gewesen und hatten mir anschließend meinen sechsmonatigen Keniaaufenthalt ermöglicht. Mit von der Partie war auch Esthers jüngster Sohn Daniel, der kurz nach meinem letzten Besuch in Kenia zur Welt gekommen war", berichtete die Fürstenfelderin.

Endlich richtig trainieren!
"Danach war ich voller Vorfreude, endlich mit dem „richtigen“ Training loslegen zu können. Doch die Gesundheit machte mir da einen kleinen Strich durch die Rechnung. Unglücklicherweise waren reihum fast alle Gäste im Camp krank und da blieb auch ich nicht ganz verschont. Allerdings beschränkte es sich in meinem Fall zum Glück auf einen gereizten Rachen und eine hartnäckige "Rotznase", der Trainingsausfall hielt sich sehr in Grenzen. Und vielleicht war es gar nicht so schlecht, denn so war ich dann umso motivierter für die verbleibenden eineinhalb Wochen", erklärte Kadan.

Guter Rhythmus
In dieser Zeit fand sie dann in einen guten Rhythmus mit einer intensiven Einheit jeden zweiten Tag, dazwischen standen längere Dauerläufe und Rumpfkraft oder Sprünge und Schnelligkeit am Programm. Die Intervalle auf der Laufbahn, auf der „Straße“ oder den Hügel hinauf wurden jeweils durch einen lockeren Morning Run ergänzt. Auch die langen Dauerläufe absolvierte sie nüchtern am Morgen, wie es sich für Kenia gehört. 

Bestens betreut
Der persönliche Coach und Pacemaker war diesmal Paul „Therapy“ Ndungu. Auch ihn kannte Kadan seit 2007 und schon damals wurde gemeinsam trainiert. Er hat in Europa eine Ausbildung zum Sportmasseur erhalten und ist nun der Therapeut im Camp. Er achtete darauf, dass die strapazierten Beine des Gastes aus Österreich immer richtig locker waren. 

Kenianisches Spezialessen
Besonders genossen hat die Spitzensportlerin natürlich wieder das kenianische Essen. "Während manche Gäste von Steak, Pizza und Co. zu schwärmen begannen, machte sich bei mir nur Wehmut breit, dass ich bald wieder auf dieses wunderbar einfache, gesunde und stärkende Essen würde verzichten müssen. Manches kann man natürlich auch bei uns mehr oder weniger gut nachkochen, aber in Summe tue ich mir einfach schwer, mich in Österreich genauso gesund zu ernähren. Und für "Ugali" mit "Managu" fehlt es bei uns einfach an den Originalzutaten", meinte Kadan. 

Heimreise mit guten Vorsätzen
So reiste Kadan schließlich schweren Herzens und mit dem festen Vorsatz wieder nach Hause, möglichst bald wiederzukommen. "Nicht zuletzt, weil ich kurz vor meiner Abreise noch spontan eine Patenschaft übernommen habe. ich möchte die kleine Hannah und ihre Familie gerne wiedersehen. Und zwar nicht erst in drei Jahren", berichtete Ursula Kadan abschließend.

Autor:

Josef Summerer aus Hartberg-Fürstenfeld

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