31.10.2017, 10:45 Uhr

Kaltes Plasma-Wunder - Neue Therapie für chronische Wunden in Burgau

Dr. Streinu Christian, Ärztezentrum Burgau (Foto: KK)

Die genaue Wirkung des Plasmas ist noch etwas unklar. Fest steht: Es dringt in feinste Geweberitzen ein und wirkt dabei sterilisierend. Die elektrischen Felder stimulieren die Zellen, fördern die Durchblutung, die Mikrozirkulation, erhöhen den Sauerstoffzufluss zur Haut, und all das führt zu einer beschleunigten Regeneration des Gewebes. Erfahrungen haben gezeigt, dass Wunden um ein Drittel schneller heilen.

Das Gerät heißt „Plasmaderm“. Eingeschaltet klingt es wie ein elektrischer Rasierer. Doch auch optisch macht sich der Apparat bemerkbar - durch ein bläuliches Licht. Die Behandlung dauert 90 Sekunden, und sollte zwei – dreimal pro Woche durchgeführt werden.
Wir haben Patienten mit schwer heilenden, chronischen Wunden damit behandelt: Bakterien werden abgetötet. Auch die gefährlichen antibiotikaresistenten Krankenhauskeime sprechen auf eine Plasmabehandlung recht gut an.
Die Wundheilung ist somit stark beschleunigt und erspart den Patienten langwierige Therapien mit Antibiotika.

Bei Hauterkrankungen lässt sich das Plasma so justieren, dass nur die Keime zerstört werden, aber nicht die intakte Haut. Wodurch auch keine Nebenwirkungen auftreten.
Ein Erfolg ist auch die Behandlung der Gürtelrose, Herpes Zoster. 40 Patienten, die an dieser schmerzhaften Virenerkrankung litten, wurden therapiert. Resultat: Der Heilprozess wurde deutlich beschleunigt und die Schmerzen reduziert.

Medizin der Zukunft?


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