SK Rapid
Vereine und Politik über Burgstaller-Vorfall bestürzt und wütend
- Der Angriff auf SK Rapid-Stürmer Guido Burgstaller in der Wiener Innenstadt in der Nacht auf vergangenen Samstag schockierte die heimische, aber auch deutsche Fußball-Welt. (Archiv)
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Der 35-jährige SK Rapid-Star Guido Burgstaller wurde am Samstagmorgen vor einem bekannten Club in der Wiener Innenstadt von einem Unbekannten geschlagen. Beim Sturz verletzte sich der Fußballer schwer. Austria Wien, seine ehemaligen Vereine und der Sportminister zeigten sich bestürzt und wütend.
WIEN/INNERE STADT. Der Angriff auf SK Rapid-Stürmer Guido Burgstaller in der Wiener Innenstadt in der Nacht auf den vergangenen Samstag schockierte die heimische, aber auch deutsche Fußball-Welt.
Burgstaller, der seit 2022 bei den Hütteldorfern unter Vertrag steht, bis Sommer noch Kapitän war und eigentlich sein Karriereende im kommenden Sommer plant, wurde dabei von einer unbekannten Person körperlich attackiert. Der 35-Jährige stürzte daraufhin schwer und erlitt einen Schädelbasisbruch. MeinBezirk berichtete:
Laut Medienberichten ereignete sich der Vorfall vor dem bekannten Club "Volksgarten" in der Nähe des Heldenplatzes. Es gäbe mehrere Zeugen des Vorfalls, gegen den Unbekannten wurde eine Anzeige wegen Körperverletzung erstattet. Die Wiener Polizei bestätigte gegenüber MeinBezirk einen Polizeieinsatz gegen 6 Uhr, vorher soll es zu einem "Streitgespräch" gekommen sein.
- Hier soll es zum Vorfall gekommen sein. (Archiv)
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"Der unbekannte Täter soll den 35-Jährigen geschlagen haben und anschließend in unbekannte Richtung geflüchtet sein. Das Opfer wurde in weiterer Folge von der Berufsrettung notfallmedizinisch erstversorgt und verletzt in ein Krankenhaus gebracht", so Sprecherin Anna Gutt. Das Landeskriminalamt Wien hat die Ermittlungen übernommen, diese sind noch im Gange, weshalb es nicht viele Details gibt.
Burgstaller befindet sich derzeit laut "APA"-Informationen im AKH. Das Spital wollte sich zum Gesundheitszustand des Patienten auf MeinBezirk-Anfrage nicht äußern.
"Gute Besserung, Burgi"
In den sozialen Netzwerken meldeten sich einige heimische Vereine, aber auch Burgstallers ehemalige Klubs und wünschten ihm alles Gute. "Diese Nachricht ist schockierend und macht uns auch sehr betroffen. Wir wünschen Guido Burgstaller alles erdenklich Gute und eine vollständige Genesung", schreiben die Stadtrivalen vom Favoritner Verteilerkreis, die Austria Wien.
Auch seine drei ehemaligen Stationen in der ersten und zweiten deutschen Bundesliga meldeten sich ebenfalls zu Wort. "Wir hoffen, du kommst wieder zurück, Burgi, und wünschen dir nur alles erdenklich Gute für deine Genesung", schreibt der 1. FC Nürnberg, für die Burgstaller in 70 Spielen 34 Tore und zwölf Assists verzeichnete. "Gute Besserung, Burgi – eine schnelle Genesung wünschen wir dir!", teilte St. Pauli mit.
Beim FC Schalke 04 spielte er 119 Mal und netzte 32 Mal ein. Die Königsblauen schreiben am Montag auf X: "Was für eine abscheuliche Tat. Alles Gute und eine schnelle Genesung. Wir sind in Gedanken bei Dir, Burgi!".
Kogler "betroffen und wütend"
Sportminister und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) schreibt auf X: "Die brutale Attacke auf Rapid-Torjäger Guido Burgstaller lässt einen zunächst fassungslos zurück. Mich macht diese verurteilenswerte Tat betroffen und wütend. Burgstaller wünsche ich eine möglichst rasche, komplikationsfreie und vollständige Genesung".
Der 35-Jährige könnte somit vorzeitig seine lange Karriere aufgrund der schweren Verletzung beenden. Bereits Anfang der Saison kündigte er nämlich ein Karriereende im kommenden Sommer an.
- Der 35-Jährige könnte somit vorzeitig seine lange Karriere aufgrund der schweren Verletzung beenden. Bereits Anfang der Saison kündigte er nämlich ein Karriereende im kommenden Sommer an. (Archiv)
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In seiner Laufbahn spielte Burgstaller zunächst bei FC Kärnten, Magna und Wiener Neustadt, ehe er 2011 ablösefrei zum SK Rapid wechselte. Nach drei Spielzeiten wechselte er zu Cardiff City, blieb dort nur ein halbes Jahr und wechselte danach zum 1. FC Nürnberg. 2017 ging es dann Richtung Veltins Arena und Gelsenkirchen, 1,5 Millionen Euro Ablöse kostete er die Schalker. Im September 2020 dann der Wechsel zum FC St. Pauli, zwei Jahre später dann die Rückkehr in die Bundeshauptstadt. In 615 Spielen machte er insgesamt 192 Tore und 97 Assists.
"Freue mich auf Planungssicherheit"
Noch heuer sagte er, dass er sich nach dem Karriereende auf die "Planungssicherheit" freue. "Ich kann dann beispielsweise sagen: Ich bin in vier Wochen beim 90. Geburtstag meiner Großmutter dabei, gemeinsam mit der ganzen Familie. Man kann das Wochenende planen oder einfach da sein. Meine Tochter kommt in die Schule und ich kann am ersten Schultag da sein und sie abholen. Ich bin ja hier, sie ist in Kärnten. Ich freue mich auf den normalen Alltag, ohne an Feiertagen zu trainieren oder über das Wochenende im Bus zu sein", sagte er im Interview mit "90minuten.at".
Seit einigen Jahren ist Burgstaller mit seiner Gattin Stefanie verheiratet. Das Paar hat eine gemeinsame Tochter.
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