Öffis und Parkplätze unzureichend (Umfrage)
Das (fast) perfekte Freizeitparadies
- Das fest perfekte Freizeitparadies Baggersee. Die fehlenden Öffi-Anbindungen und die fehlenden Parkplätze sind ein großes Manko.
- Foto: googleearth/MeinBezirk
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Der Gemeinderat fasst 1977 den Beschluss, den damaligen Baggersee als Badesee zu adaptieren. Heute wird ein umfassendes Angebot an Freizeit- und Unterhaltungsmöglichkeiten geboten. Nur das Angebot an den Verbindungen mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln und den Pkw-Abstellplätzen ist dem perfekten Auftritt nicht würdig.
INNSBRUCK. Es ist was los am und rund um den Baggersee. Seit fast 50 Jahren hat sich der Bereich im Osten des Gewerbegebiets zu einem Freizeit- und Unterhaltungsparadies entwickelt. Der Bevölkerung stehen vielseitige Möglichkeiten an sportlichen Aktivitäten ebenso wie erholsame Momente auf einer einzigartigen Fläche zur Verfügung. Badespass oder Sonnenliegen, aktiver Sport vom Radfahren bis zum Padel-Tennis, kulinarische Highlights, Events, gemeinsame Grillabende und Räume für ein ungezwungenes Miteinander mit dem besten Freund des Menschen, dem Hund. Für manche beginnt das Genussleben beim Tomaselli und finden seinen Höhepunkt im Restaurant Deck47. In Sachen Freizeitangebot haben die Stadt Innsbruck, IKB und private Unternehmen sehr vieles richtig gemacht.
- Bade, Freizeit genießen, Erholung suchen oder Sport betreiben. Der Baggersee.
- Foto: Ibk Tourismus
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Wermutstropfen
Dass es am Ende doch nur ein fast perfektes Paradies ist, liegt an den mangelnden Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln und fehlenden Pkw-Abstellplätzen. Während das Angebot immer größer und verbessert wird, sinkt die Anzahl an Parkplätzen und die jahrelange Forderung nach einer Haltestelle im östlichen Bereich des Baggersees bleibt ohne Ergebnis. Die Linien R, F, T und und 405 bieten eine Haltestelle im südlichen Bereich des Baggersees an.
- Die Haltestellen Baggersee am Grabenweg.
- Foto: MeinBezirk
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Fußweg bis zum Eingang Baggersee Süd knapp über 300 Meter, bis zum Eingang Ost rund 600 Meter, wobei dieser Weg verkehrssicherheitsmäßig nicht zu empfehlen ist.
- Für einen entspannten Spaziergang zum Baggersee entlang des Grabenwegs fehlen Gehwege.
- Foto: MeinBezirk
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Bei der Haltestelle Olympisches Dorf Hallenbad bleiben die Linien F und T stehen. Der Weg zum Eingang am Baggersee Ost rund 300 Meter. Eine Haltestelle zu Beginn der News-Orleans-Brücke (südliche Seite) könnte eine Erleichterung bringen, da die Brücke bekanntermaßen für den normalen Verkehr gesperrt ist. Vor dem Gelände Archenweg 60 befindet sich außerdem eine Einbuchtung.
- Einbuchtung am Archenweg vor der Brücke, eine mögliche Lösung für eine Bushaltestelle?
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Drastische Verringerung der Parkplätze
Während das Angebot laufend ausgebaut wird, haben sich die Parkmöglichkeiten rund um den Baggersee drastisch reduziert. Der Josef-Mayr-Nusserweg bietet Parkmöglichkeiten, am östlichen Ende des Baggersee-Areals gibt es Parkmöglichkeiten sowie ein Hinweisschild auf einen gebührenpflichtigen Parkplatz. Dieser liegt bei der Kompostieranlage 400 Meter entfernt.
- Klare Vorgaben: Momentaufnahmen der Parkplatzmöglichkeiten am Baggersee. Der gebührenpflichtige Parkplatz befindet sich bei der Kompostieranlage.
- Foto: MeinBezirk
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Für das Deck47 gibt es Kundenparkplätze. Im Kreuzungsbereich Archenweg/Grabenweg sind ebenfalls wenige Parkplätze vorhanden. Die ansässigen Unternehmen weisen darauf hin, dass das Parken im Bereich der Unternehmen strengstens verboten ist. Kreative Lösungen für die Parkplatzsituation sind gefragt.
- Kundenparkplatz für das "deck47"
- Foto: MeinBezirk
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- Die Unternehmen weisen vielseitig auf das Parkverbot hin.
- Foto: MeinBezirk
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Baggersee Roßau
Auf dem Gelände des heutigen Baggersees wurde von der Betonfirma Katzenberger ab 1960 Schotter abgebaut. Mit der Zeit füllte sich die Grube mit Grundwasser und wurde zum Baden genutzt. Nach dem Auslaufen des Pachtvertrages 1975 wollte die Stadt Innsbruck die Schottergrube einebnen und an ihrer Stelle ein Fernheizkraftwerk errichten. Eine Bürgerinitiative forderte, stattdessen den Weiterbestand als Badesee sicherzustellen. Nach Prüfungen der Wasserqualität beschloss der Gemeinderat 1977, den Baggersee als Badegewässer zu adaptieren. Von 1978 bis 1979 wurde der See umgestaltet, die Ufer wurden abgeflacht, die Flächen bepflanzt und eine erste Infrastruktur eingerichtet.
Im Herbst 1991 wurde das Gelände von der Landeshauptstadt Innsbruck erweitert, die Wasserfläche wurde dabei von 28.000 auf 36.000 Quadratmeter, die Anlage von 64.000 auf 90.000 Quadratmeter vergrößert. Es wurden Kinderspielplätze und Sportanlagen eingerichtet und in den Uferbereichen Schilf und Wasserpflanzen angepflanzt. Im Sommer 1992 wurde die neu gestaltete Anlage eröffnet, für die seither bei Badebetrieb Eintritt zu zahlen ist.
- Der Baggersee 1978: Die Bevölkerung hat die ehemalige Schottergrube erobert, es folgt bis 1979 die Umgestaltung des Sees, die Ufer wurden abgeflacht, die Flächen bepflanzt und eine erste Infrastruktur eingerichtet. (Aufnahme Innsbruck informiert, 2017)
- Foto: Innsbruck informiert/Stadtarchiv
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Im Jahr 2015 errichtete die IKB zur gastronomischen Abdeckung das Deck 47. Im Rahmen des IKB-weiten Strategieprojektes „FACE“ wurde die „Positionierung des Baggersees als stark frequentierter Treffpunkt für Jugendliche“ als Zielvorgabe für den Geschäftsbereich Bäder definiert. In einem ersten Schritt wurde im Jahr 2018 am bis dahin unzugänglich gewesenen Westufer ein Holzsteg mit Liegeplattform und Behinderteneinstieg errichtet. Die neue Seeplattform erschließt das Westufer für Badegäste, ermöglicht einen barrierefreien Zugang in den Badesee.
- Das deck47 bietet neben kulinarischen Angeboten auch Events, wie die Veranstaltung "Wein am See".
- Foto: deck47
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