Völlig von der Rolle

Redaktionshund Bono beim Schnüffel- und Geschmackstest. | Foto: Gstraunthaler
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  • Redaktionshund Bono beim Schnüffel- und Geschmackstest.
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(kr). Meistens hängt es einfach nur so rum, manchmal lungert es auch auf dem Boden. Richtig "beschissen" (im wahrsten Sinne des Wortes) wird es, wenn es überhaupt nicht vorhanden ist. Kein Zweifel: Das Klopapier spielt im Alltag eine selbstverständliche, aber dennoch enorm wichtige Rolle. Der durschnittliche Pro-Po-Po-Verbrauch liegt in Österreich bei circa 14 kg - der durchschnittliche EU-Hintern bringt allerdings nur 13 kg im Jahr zu Papier.

Pro-Popo-Verbrauch in Innsbruck

Bei unseren Recherchen haben wir unseren Hintern zusammengekniffen und versucht herauszufinden, wieviel Kilogramm Toilettenpapier der Innsbrucker "Hintern" im Schnitt beschei... äh, benötigt. Nach einigen Telefonaten hat sich das Blatt allerdings gewendet und es hat sich herausgestellt, dass es dazu in der ganzen Stadt keine genauen Aufzeichnungen gibt. Innsbruck, ein unbeschriebenes Blatt im wahrsten Sinne des Wortes.

Papier ist geduldig

Die Vorreiterrolle in der Geschichte des Klopapiers spielt Asien: Im 14. Jahrhundert wurde das erste Toilettenpapier in China erfunden. Zuvor hatte man den Hintern zur Erfindung eines geeigneten Po-Putz-Mittels nicht hochbekommen und einfach alles benutzt, was eben gerade vorhanden war: Tonscherben bei den Römern, Maiskolben in Nordamerika und Kokosschalen in Hawaii. Ende des 19. Jahrhunderts verbesserte sich die Lage-in-vier-Lagen auch in Europa. In der zwischenzeit hatte man sich mit Zeitungspapier den Allerwertesten gereinigt. Ja, wir wissen, was Sie gerade denken und nein, tun Sie es nicht.
1928 ist dann auch Deutschland in die Rolle eingestiegen und hat aus Krepp das erste Hygienepapier im deutschsprachigen Raum auf den Markt gebracht.

Aus der Rolle fallen

Die Benützung von Klopapier ist durch aus vielfältig und kreativ durchführbar. Eine Umfrage hat ergeben, dass zwei Drittel der Österreicher das Klopapier vor dem Gebrauch falten. Einige fallen jedoch aus der Rolle und knüllen es zusammen (7%). 15 % der Befragten geben an, dass es auf die Situation und die Lage ankommt, wie sie das Toilettenpapier benutzen. Solange man sich nicht in die Lage von Prä-Klopapier-Zeiten versetzen muss, in denen man sich mit der linken Hand den Po gesäubert hat, spielt es keine große Rolle, wie man sein Klopapier benützen will.
Über weitere Möglichkeiten des Klopapier-Gebrauchs könnte man beispielsweise nachdenken, wenn man das nächste Mal auf die Toilette geht. Das ist ja bekanntlich ein besonders stilles Örtchen und bestens zum Nachdenken geeignet.

Redaktionshund Bono beim Schnüffel- und Geschmackstest. | Foto: Gstraunthaler
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