Ausstellung in der PHT
Migration – Zusammenleben – Inklusion
- Ausstellung: „Migration – Zusammenleben – Inklusion“
- Foto: Ricarda Stengg
- hochgeladen von Ricarda Stengg
INNSBRUCK. Am Freitag, den 15.10.20201 wurde die Ausstellung „Migration – Zusammenleben – Inklusion“ vor rund 70 Teilnehmern, durch Rektor Thomas Schöpf und LRin Gabriele Fischer, eröffnet.
Entwickelt wurde die Ausstellung von der Fachcommunity Inklusion der Pädagogischen Hochschule Tirol auf Basis der Arbeiten des Fotografen Andreas Amplatz. Nach einem Impulsvortrag von Sozialwissenschaftlerin Petra Flieger wurde das inklusiv-didaktische Vermittlungskonzept präsentiert. Das Konzert der PowerBand Tirol begeisterte das Publikum. Die gesamte Veranstaltung, auch das Konzert, wurden in Gebärdensprache gedolmetscht. Die Ausstellung läuft bis Februar 2022 und ist für Schulklassen mit Kindern im Alter von 6-15 Jahren buchbar. Interessierte können die Ausstellung jederzeit von Mo bis Fr zwischen 8 und 18 Uhr im Foyer der PHT besuchen.
Für eine Terminbuchung bzw. detaillierte Informationen zur Schulveranstaltung können sich Interessierte hier melden: +43 664 885 39 347
- Ausstellung: „Migration – Zusammenleben – Inklusion“
- Foto: Ricarda Stengg
- hochgeladen von Ricarda Stengg
- Ausstellung: „Migration – Zusammenleben – Inklusion“
- Foto: Ricarda Stengg
- hochgeladen von Ricarda Stengg
- Ausstellung: „Migration – Zusammenleben – Inklusion“
- Foto: Ricarda Stengg
- hochgeladen von Ricarda Stengg
Inklusion im Fokus
Die Ausstellung „Migration-Zusammenleben-Inklusion“ im Foyer der Pädagogischen Hochschule Tirol erweitert das Konzept der Ausstellung „Migration(s)Hintergrund Zusammenleben: Vordergrund“ des Tiroler Künstlers und Fotografen Andreas Amplatz, der in seiner Arbeit ganz gezielt eine spezielle Facette von Inklusion in den Blick nimmt:
„Mit der Ausstellung soll den Hintergründen ein Gesicht gegeben werden und gezeigt werden, dass wir in Vielfalt zusammenleben“
, so Andreas Amplatz. Für die laufende Ausstellung an der Pädagogische Hochschule Tirol wurden nun einerseits neue Personen fotografiert und interviewt, andererseits ein inklusives didaktisches Vermittlungskonzept geschaffen.
„Aufgrund der gesellschaftlichen Brisanz und auf Basis des schulpolitischen Auftrags war es für uns selbstverständlich, die Ausstellung, die ja Inklusion am Beispiel von Migration thematisiert, selbst inklusiv zu gestalten“
, erklärt Stefan Greuter, der gemeinsam mit Gabriela Schlünz im Fachbereich Inklusion an der Pädagogischen Hochschule Tirol tätig ist. Stefan Greuter und Gabriela Schlünz übertragen dabei die Idee des Didaktikers Comenius’ “Alle Menschen alles lehren” auf die Schule:
„Unser Konzept basiert auf der Idee „Alle Kinder alles lehren“ und auf dem Ansatz des Pädagogen Georg Feusers, dass alle Kinder am gemeinsamen Gegenstand auf unterschiedlichen Niveaustufen und mit Hilfe differenzierter didaktischer Herangehensweisen lernen können“
, ergänzt Gabriela Schlünz.
Konzept vermitteln
Mit Unterstützung von Hannah Pfister und Gizem Cöl, Studierende des Schwerpunktes Inklusionspädagogik der Primarstufe, die das Thema im Rahmen ihrer Bachelorarbeiten verarbeitet hatten, wurde ein theoriegeleitetes Konzept erstellt, das den inklusiven Ansatz in den Fokus stellt und anschaulich – und erlebbar darstellt, wie dieser gestaltet werden kann. Vermittelt werden soll das Konzept für Schulen mit Kindern im Alter von 6 bis 15 Jahren an der PHT.
- LRin Gabriele Fischer eröffnete die Ausstellung und hob die Wichtigkeit von Inklusion für die gesamte Gesellschaft hervor.
- Foto: Ricarda Stengg
- hochgeladen von Ricarda Stengg
- Landesverbandsleiterin der Gehörlosenvereine Tirol Monika Mück-Egg, Vizerektorin Irmgard Plattner, Gabriela Schlünz, Fachcommunity Inklusion, LRin Gabriele Fischer, Rektor Thomas Schöpf, (im Hintergrund) Vizerektorin Elfriede Alber, Fotograf und Künstler Andreas Amplatz
- Foto: PHT
- hochgeladen von Ricarda Stengg
Inklusive Gestaltung
Eine Reihe von Maßnahmen ist für die inklusive Gestaltung und Vermittlung der Ausstellung vorgesehen. So wurden etwa die Ausstellungstexte in Leichte Sprache übersetzt (ink. Professioneller Prüfung), in Braille-Schrift, via QR-Code an den Tafeln digital angeboten und die Texte wurden über Tonie-Boxen hörbar gemacht. Die Höhen der Tafeln wurden angepasst, die barrierfreie Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer kontrolliert, und eine didaktische Differenzierung auf vier Niveaustufen mittels Differenzierungsmatrix nach Kutzer vorgenommen.
In ihrem inhaltsstarken und schulpraxisbezogenen Vortrag hält Sozialwissenschaftlerin Petra Flieger fest:
„Inklusive Pädagogik bzw. inklusive Schule bedeutet, dass über ausschließende und diskriminierende Kulturen, Strukturen und Praktiken nachgedacht wird, um diese Schritt für Schritt abzubauen.“
Dabei gehe es nie nur um ein Merkmal von Diversität, sondern immer um alle denkbar möglichen. In ihrem Vortrag gab Petra Flieger Impulse dafür, wie Schulen für diese Themen nicht nur sensibilisiert, sondern im pädagogischen Alltag auch gestärkt werden können. Im Sinne inklusiver Pädagogik steht dabei der Abbau von Diskriminierungen und Barrieren im Vordergrund.
- Sozialwissenschaftlerin Petra Flieger bei Ihrem Vortrag, der u.a. die Möglichkeiten und auch Hindernisse für Inklusion an Schulen in den Blick nahm.
- Foto: Ricarda Stengg
- hochgeladen von Ricarda Stengg
Link einfügen
Video einbetten
Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.
Karte einbetten
Social-Media Link einfügen
Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.
Code einbetten
Beitrag oder Bildergalerie einbetten
Foto des Tages einbetten
Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten
Du möchtest selbst beitragen?
Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.