Wasserrettung
Pöbeleien bei Umwelteinsatz werden schärfstens verurteilt

Die Wasserrettung Innsbruck arbeitet in Teamarbeit auch in Sachen Umweltschutz. Die Pöbeleien bei ihrer Bergungsarbeit werden scharf verurteilt.
  • Die Wasserrettung Innsbruck arbeitet in Teamarbeit auch in Sachen Umweltschutz. Die Pöbeleien bei ihrer Bergungsarbeit werden scharf verurteilt.
  • Foto: zeitungsfoto.at
  • hochgeladen von Georg Herrmann

INNSBRUCK. Der Stadtblatt-Bericht über den Umwelteinsatz der Wasserrettung Innsbruck führt zu klaren Reaktionen. Acht Mitglieder der Wasserrettung haben am Inn Müllkübel, Altpapiercontainer, Verkehrsschilder, Baustellenabgrenzungen, Blechteile und Rohre aus dem Inn entfernt. Beim Einsatz wurden die Wasserretterinnen und -retter auch angepöbelt. Diese Pöbeleien werden auf das Schärfste verurteilt.

Inakzeptabel

„Dass während der Bergung der Papiercontainer die Mannschaft der Wasserrettung angepöbelt wurde, ist vollkommen inakzeptabel. Gerade jene Leute, die ehrenamtlich als Helfer in den Einsatzorganisationen tätig sind, verdienen unsere Anerkennung und unseren größten Respekt. Ich danke daher dem ganzen Team der Innsbrucker Wasserrettung für ihren engagierten Einsatz zum Gewässerschutz am vergangenen Samstag“, verurteilt der für die Sicherheit zuständige Vizebgm.  Johannes Anzengruber den verbalen Übergriff auf die Mannschaft der Innsbrucker Wasserrettung.

Appell

„Auch wenn wir in einem sehr wasserreichen Land leben, müssen wir mit den Ressourcen der Natur sehr sorgsam umgehen. Unsere Flüsse bieten einen unvergleichlichen Erholungsraum mit hoher Lebensqualität für die Menschen und sind auch wichtiger Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Daher haltet bitte unseren Natur- bzw. Naherholungsraum zu dem selbstverständlich auch die Innufer gehören sauber, jeder einzelne von uns kann durch sein Verhalten einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz leisten“, appelliert Johannes Anzengruber.

Freiwillige Bergung

„Es ist absolut nicht nachvollziehbar, dass irgendwelche Passanten die Wasserrettung anpöbeln, während selbige am „Sonnendeck“ Mülltonnen und anderen Müll freiwillig aus dem Inn bergen, welche vermutlich von feiernden Studenten in den Inn geworfen wurde! Den mutmaßlich feiernden Studierenden sei ins Stammbuch geschrieben, dass eine derartige Umweltverschmutzung dumm und alles andere als akademisch ist. Den pöbelnden Passanten empfehle ich Nachhilfeunterricht in gutem Benehmen, nachdem man davon ausgehen muss, dass deren Erziehung offensichtlich massive Mängel aufweist!“, ärgert sich Gemeinderat Gerald Depaoli vom Gerechten Innsbruck.

Wertschätzung

„Angesichts der Respektlosigkeit gegenüber der Innsbrucker Wasserrettung, deren eigentliche Aufgabe es ist Menschenleben zu retten, und nicht den Müll von unerzogenen Studierenden aus dem Inn zu fischen, ist es höchste Zeit, dass die Leistung der Innsbrucker Wasserrettung mehr öffentliche Wertschätzung erfährt, als bisher, “ schließt GR Gerald Depaoli und verspricht, dass sich das Gerechte Innsbruck diesbezüglich etwas einfallen lassen wird.

Die Bergung

Konrad Kirchebner von der Wasserrettung Innsbruck erzählt: "Die MÜG ist an uns herangetreten, ob es uns möglich wäre die Tonne zu bergen. Der Bitte kamen wir gerne nach. So rückten wir mit acht Wasserretterinnen und -retter aus und fuhren zur Franz Gschnitzer-Promendade (Sonnendeck)." Bei der Bergung der Tonne wurden die Wasserretterinnen und -retter angepöbelt, "und wollten die dabei zweite gesichtete Tonne gar nicht mehr bergen", zeigt sich Kirchebner über das Verhalten erschüttert. 

Reaktionen

Auch in den sozialen Medien gab es zahlreiche Reaktionen:

  • "Müsste alles nicht sein. Vor solchen Menschen habe ich Angst, die böswillig solche Kraft entfalten, mit anderen Eigentum. Gut daß es die Wasserrettung gibt und großen Dank."
  • "Unfassbar! Alleine dass man die Tonne in den Inn wirft zeugt von der Schöpfungs Krönung. Und dann noch die Leute anpöbeln die es wegräumen, wahrscheinlich ehrenamtlich ... Schämt euch in Grund und Boden!"
  • "Sofort Maßnahmen ergreifen, mehr Präsenz der Exekutive an diesen Orten, harte Strafen aussprechen, bis hin zum Einsatz und Mithilfe."

Appell der Wasserrettung

Eindringlich ist der abschließende Appell der Wasserrettung. Derartige Aktionen sind eine massive Beeinträchtigung der Umwelt und Zerstörung des natürlichen Lebensraums. Außerdem können dadurch auch Menschenleben in Gefahr gebracht werden. "Achtlos in den Inn geworfene Gegenstände stellen für alle Wassersportler und die am Inn trainierenden Einsatzorganisationen eine große Gefahr dar. Der Inn ist immer noch ein Gebirgsfluss mit sehr vielen Steinen, Stangen Tonnen etc. bleiben dort hängen", erklärt Konrad Kirchebner von der Wasserrettung Innsbruck: "Beim Schwimmen bleibt man im Druck des Fließgewässers hängen und ist somit in einer Todesfalle."

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