Innsbruck
Rodungen am Judenbühel landen bei der Umweltanwaltschaft

DieRodungsarbeiten am Judenbühel werden ein Fall für die Umweltanwaltschaft.
  • DieRodungsarbeiten am Judenbühel werden ein Fall für die Umweltanwaltschaft.
  • Foto: Depaoli
  • hochgeladen von Georg Herrmann

INNSBRUCK. In der Diskussion rund um die Rodungsarbeiten am Judenbühel hat das Gerechte Innsbruck nun Anzeige bei der Tiroler Umweltanwaltschaft eingebracht.

Anzeige

Gerald Depaoli, Gemeinderat der Lsite Gerechte Innsbruck: "„Nur weil ein Baum ein Sicherheitsrisiko am Judenbühel darstellte, muss nicht der ganze Wald gerodet werden! Genau aus diesem Grund hat das Gerechte Innsbruck heute als ersten Schritt Anzeige bei der Tiroler Umweltanwaltschaft erstattet, und wir sind davon überzeugt, dass dieser offensichtlich behördlich genehmigte Baumfrevel so nicht hätte stattfinden dürfen!"

Sturmschäden

Ausschlaggebend für die Arbeiten waren Sturmschäden, wie die Stadt Innsbruck mitteilt. "Bei einem der Stürme Ende Februar stürzte eine Fichte am Spielplatz Judenbühel über den Richardsweg. Der Vorfall ereignete sich zum Glück in der Nacht und es kam niemand zu Schaden. Der umstürzende Baum beschädigte einige kleiner in seinem Umfeld und eine sehr große Linde. Diese Bäume mussten sofort entfernt werden. Bei einer gemeinsamen Besichtigung des dortigen Baumbestandes beschlossen wir aus Sicherheitsgründen die Fichten an der Böschungskante zu fällen." Bürgermeisterstellvertreterin Uschi Schwarzl: "Da sich dort ein beliebter Spielplatz befindet und die dortige Böschung, an der der Baum umstürzte, ebenfalls als Spielfläche verwendet wird haben wir zur Sicherheit unserer BürgerInnen diese Entscheidung getroffen." Durch das Fehlen der Bäume entstand eine große Lücke. Dadurch hat der Wind eine geänderte Windangriffsfläche und das Risiko eines weiteren Baumsturzes war gegeben. "Die verbliebene Föhrengruppe bleibt stehen. Eine Nachpflanzung mit Laubgehölzen wird für den Herbst vorgesehen", stellt Uschi Schwarzl, Bürgermeisterstellvertreterin, abschließend fest.

Gemeinderatsanfrage

„Interessant ist auch, dass die Stadt Innsbruck nach der Berichterstattung offensichtlich im Eiltempo die gerodeten Bäume entfernen hat lassen, die Verantwortlichen können sich aber sicher sein, dass wir den Baumfrevel bildlich genauestens dokumentiert haben. Die politisch Verantwortlichen können sich auch sicher sein, dass das Gerechte Innsbruck diesen, aber auch andere Baumfrevel und Rodungen, die offensichtlich derzeit in Innsbruck stattfinden, währenddessen die Innsbruckerinnen und Innsbrucker zu Hause bleiben müssen, in den Gemeinderat bringen wird. Die Innsbruckerinnen und Innsbrucker haben ein Anrecht zu erfahren, was wirklich hinter diesen Baumrodungen steckt. Wir werden dem Bürgermeister und seiner (noch) Umweltstadträtin Schwarzl die dementsprechende Fragen schriftlich stellen!“ sagt Depaoli.

Auszug aus der Anzeige

In der Anziege führt Gerald Depaoli unter anderem aus: "Am 29. März 2020 musste ich mit großem Entsetzen während eines erlaubten Spazierganges 200m von meinem Wohnhaus entfernt feststellen, dass am Judenbühel und besonders beim Kinderspielplatz am Judenbühel eine massive Baumrodung stattgefunden hat bzw. stattfindet, welche mit gesundem Hausverstand und Liebe zur Natur nicht nachvollziehbar ist. Für mich und für meine Familie ist der Judenbühel -besonders der einst schattige Kinderspielplatz am Judenbühel mit den einst so schönen Bäumen- ein wesentlicher Bestandteil der eigenen Familiengeschichte, verbunden mit sehr schönen Erinnerungen. So war der schattige Kinderspielplatz am Judenbühel für viele Innsbrucker Familien mit ihren Kindern über Generationen hinweg ebenso immer ein besonderer Spielplatz mit einem sehr hohen Erholungswert, welcher aufgrund der massiven Baumrodungen leider nicht mehr gegeben ist."

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