Spatenstich für neues Frauenhaus

Selma Yildirim (l.) und Elisabeth Fleischanderl.
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INNSBRUCK. Auf diesen Spatenstich warten zahlreiche Frauen schon seit vielen Jahren. Bisher standen im Großraum Innsbruck für Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt sind, acht Plätze im Frauenhaus zur Verfügung. Demnächst soll ein neues Haus nach modernsten Standards entstehen: mit der doppelten Anzahl an Plätzen. Wo genau, wird zum Schutz der Frauen (und oft auch ihrer Kinder), geheim gehalten. Ziel der Einrichtung ist es, eine geschützte Umgebung für einen klaren Neustart zu bieten. Bisher mussten jährlich zirka 200 Frauen auf Grund von Platzmangel abgewiesen werden. Maximal ein Jahr lang können Frauen hier Unterschlupf finden.

Noch immer fehlen Plätze

Trotzdem: Noch immer fehlt es in Tirol an Plätzen, kritisieren Selma Yildirim und Elisabeth Fleischanderl (beide Frauenbeauftragte der SPÖ). Sie setzen sich seit Jahren für eine Verbesserung der Situation in Tirol ein. Yildirim rechnet vor: "Auf 10.000 Personen bräuchte es einen Platz im Frauenhaus. Das ist die Empfehlung des Europarates. Auch nach der Fertigstellung des Frauenhauses werden noch immer 25 Plätze fehlen." Die SPÖ fordert außerdem einen flächendeckenden Gewaltschutzplan von der Tiroler Landesregierung. Der eingebrachte Antrag wurde allerdings auf Ende des Jahres 2018 verschoben. Neben zwei Frauenhäusern gibt es in Tirol Notwohnungen in Kufstein und Lienz. Das Tiroler Oberland ist gänzlich unversorgt.

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